Gregor Schlierenzauer gewann das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen. Bei der Siegerehrung gab es erstmals die neue österreichische Hymne zu hören.
Das neue Sportjahr begann mit einem altbekannten Siegergesicht, aber neuen Tönen. Gleich am ersten Tag, an dem die Textänderung in der Bundeshymne in Kraft getreten ist, wurde "Heimat großer Töchter und Söhne" gesungen. Unter anderem von Garmisch-Sieger Gregor Schlierenzauer, der sich allerdings auf das Wort "Töchter" beim Singen beschränkte.
für sich entschied, lag nach einem 138-Meter-Satz im ersten Durchgang in Führung. Im Finale legte er 134 Meter nach, was gerade noch zum Sieg reichte. Der drittplatzierte Japaner Daiki Ito sprang sogar 141,5 Meter weit, eine wacklige Landung kostete ihm aber Punkte.
Zweiter hinter Schlierenzauer wurde Andreas Kofler, der den Sieg mit einem schwachen Sprung im ersten Durchgang verspielte. Thomas Morgenstern komplettierte als Sechster das Top-Ergebnis für die ÖSV-Adler.
In der Gesamtwertung konnte "Schlieri" seine Führung weiter ausbauen (siehe Ergebnisse unten). "Das ist auf jeden Fall kein Nachteil, es ist aber noch ein weiter Weg", will der Sieger nichts von einer Vorentscheidung um den Tourneesieg wissen.
Drei ÖSV-Adler hauchdünn geschlagen
Im zweiten Durchgang nur mehr Zuseher waren leider Wolfgang Loitzl, Manuel Fettner und David Zauner, die das Finale der Besten 30 als 31., 32. und 33. hauchdünn verpassten. Martin Koch qualifizierte sich als bester "Lucky Loser" für den zweiten Durchgang und wurde schlussendlich Zwölfter.
Endstand beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen:
1. Gregor Schlierenzauer (AUT) 274,5 Punkte (138,0 Meter/134,0 Meter)
2. Andreas Kofler (AUT) 270,4 (130,5/137,5)
3. Daiki Ito (JPN) 269,6 (138,5/141,5)
4. Taku Takeuchi (JPN) 268,0 (130,5/140,0)
4. Kamil Stoch (POL) 268,0 (132,0/137,5)
6. Thomas Morgenstern (AUT) 267,9 (132,0/136,5)
Weiter:
12. Martin Koch (AUT) 252,4 (134,5/131,0)
Zwischenstand in der Tournee-Gesamtwertung (nach 2 von 4 Bewerben):
1. Gregor Schlierenzauer (AUT) 557,8 Punkte
2. Andreas Kofler (AUT) 535,6
3. Daiki Ito (JPN) 532,3