"Schhh!" Weist Thiem hier Muster an, ruhig zu sein?

Dominic Thiem: "Schhh!"
Dominic Thiem: "Schhh!"Bild: picturedesk.com
Dominic Thiem siegte am Donnerstag im Marathon-Match gegen Außenseiter Bolt. Eine Szene sorgte dabei für Verwirrung.

Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem steht in der dritten Runde der Australian Open. Der Lichtenwörther musste auf seinem Weg dahin aber mehr zittern, als ihm lieb war.

Gegen die Nummer 140 der Welt, Alex Bolt, gewann der 26-Jährige in fünf Sätzen, benötigte dafür 3:22 Stunden.

Nach dem starken 6:2 im Auftakt-Satz und einer 5:3-Führung im zweiten geriet Thiem ins Straucheln. Bolt glich in Sätzen aus und schien Thiem damit zu schocken.

Beim Niederösterreicher lief plötzlich gar nichts mehr. Während der Lokalmatador in Melbourne über sich hinauswuchs, kämpfte Thiem mit "Dämonen", wie er es nach dem Spiel formulieren sollte.

Er besiegte sie, rackerte sich ins Match zurück und gewann die Sätze vier und fünf souverän (6:1, 6:2).

Verwirrung um Geste

Ein Bild schildert Thiems mentales Tief in der Mitte des Matches besser, als es Worte könnten. Thiem legte seinen Finger vor den Mund.

Deutete er dem australischen Publikum, es solle ruhig sein? Wahrscheinlicher ist, dass die Geste seiner eigenen Box galt. Sein Trainer-Duo Thomas Muster und Nicolas Massu hatte davor eine Ermahnung wegen unerlaubten Coachings erhalten.

Muster wurde zuletzt immer wieder als der emotionale Part des Duos beschrieben. Möglich, dass er Thiem zu diesem haarigen Zeitpunkt etwas zu lebhaft mitfieberte, er einen Ruhepol suchte.

Weder seine Trainer noch das Publikum nahmen ihm die Geste übel. Die Australier applaudierten ihm nach dem Spiel fair, obwohl er soeben einen Landsmann aus dem Turnier geschmissen hatte. Muster und Massu klatschten ebenfalls.

Thiem trifft am Samstag im Achtelfinale auf Taylor Fritz (USA) oder Kevin Anderson (RSA).

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