"Teil der Identität": FPÖ will Leistungsschau retten

Zwei Millionen will sich der Verteidigungsminister durch die Absage der Leistungsschau ersparen. Die FPÖ will nun den Nationalrat damit befassen.
Mit seinen Sparplänen beim Bundesheer macht sich Verteidigungsminister Thomas Starlinger nicht beliebt. Aktuell sorgt die Absage der traditionellen Leistungsschau des Bundesheeres am Nationalfeiertag am Wiener Heldenplatz für Aufregung.

Parteien wie die NEOS und die FPÖ zeigen sich enttäuscht, letztere will sogar parlamentarisch gegen die Entscheidung vorgehen.

2 Millionen Euro



CommentCreated with Sketch.33 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Dabei ist der verordnete Sparkurs dringend nötig, beim Bundesheer fehlen allein heuer 47 Mio. Euro. Die zwei Millionen, die die Leistungsschau gekostet hätte, kann man mit der Absage sehr leicht einsparen. Man steht "mit dem Rücken zur Wand", formuliert es Bundesheer-Sprecher Michael Bauer.

"Wir stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand."




Aus diesem Grund soll es noch weitere Einsparungen geben. So wird auch die Parade anlässlich der Ausmusterung der Leutnante in Wiener Neustadt im September gestrichen. Beim heurigen Business-Run in Wien wird das Bundesheer als Mannschaft ebenfalls nicht teilnehmen.

"Die Kosten für das Personal und den Betrieb übersteigen das Budget. Wir müssen daher alles, was nicht unmittelbar der Ausbildung der Soldaten und somit der Sicherheit der Bevölkerung dient, einsparen", so Starlinger.

FPÖ will retten



Für FPÖ-Chef Norbert Hofer ist die Absage des Leistungsschau nicht akzeptabel. Er will die Veranstaltung per Parlamentsbeschluss retten: "Diese Veranstaltung ist Teil der österreichischen Identität. Wir werden uns daher im Parlament dafür einsetzen, dass der Bund kurzfristig Mittel bereitstellt, um die Leistungsschau 2019 durchzuführen", sagte er.

Es wäre nicht das erste Mal, dass die Parlamentarier die Sparpläne von Verteidigungsminister Starlinger durchkreuzen. Dieser wollte nicht nur die heurige AirPower in Zeltweg absagen, sondern auch eine geplante Militärschule in Wiener Neustadt kurzfristig nicht aufsperren. Gegen letztere Maßnahme regte sich breiter Widerstand, ein Beschluss des Parlaments garantierte schließlich doch ein Aufsperren der Schule im Herbst.

(csc)

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