Sport

"Viel Geld verloren!" Becker fürchtet um Tennis

Boris Becker warnt vor einer existenzbedrohenden Krise des Tennissports. Der 52-Jährige fordert gleiches Recht für Männer und Frauen.
Heute Redaktion
13.09.2021, 13:46

Becker sorgt sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie um jene Spieler, die nicht zu den "Top Ten, den Top 50 und vielleicht den Top 75 Männern und Frauen" gehören.

Es sei der Rest, die überwiegende Mehrheit der Tennis-Profis, die jetzt finanzielle Unterstützung benötigt. "Tatsache ist, dass sie nicht spielen können, sie können wegen sozialer Distanzierung nicht einmal in einen Club gehen und Unterricht geben", erklärt der 52-jährige Deutsche, der sich auch um die Veranstalter der abgesagten Turniere Sorgen macht. "Sie haben viel Geld verloren. Es ist also auch eine Frage der Zeit."

Becker fordert eine schnelle Lösung und unterstützt dabei den Vorschlag von Tennis-Superstar Roger Federer. Der Schweizer fordert einen Zusammenschluss der Herren- (ATP) und Damen-Organisation (WTA).

"Roger Federer hat mit seiner großartigen Idee, sich zusammenzuschließen, den Ball ins Rollen gebracht. Dies spricht für seine Intelligenz und auch dafür, dass er sich wirklich um das Spiel kümmert", lobt ihn Becker. "Die Vereinigung wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Der Tennissport war immer fortschrittlich, wenn es darum geht, mit der Zeit zu gehen, mit gleichen Rechten."

Von einer Austragung der US Open im August hält er nichts: "New York war vor ein paar Wochen so ziemlich die schlimmste Stadt, die vom Virus heimgesucht wurde. Ich denke nicht, dass es ratsam wäre, dort ein Turnier zu veranstalten."

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