"Wenn wir gewinnen, wäre es einfach angenehmer"

Für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft geht es am Freitag (20.45 Uhr) in der mit 50.000 Zuschauern ausverkauften "Friends Arena" von Solna ans Eingemachte. Bei einer Niederlage gegen Schweden ist der Traum von einer Teilnahme an der WM 2014 vorbei, bei einem Sieg steht die Tür zum Play-off sperrangelweit offen. Bei einem Remis müsste der Rechenstift gezückt werden.
Für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft geht es am Freitag (20.45 Uhr) in der mit 50.000 Zuschauern ausverkauften "Friends Arena" von Solna ans Eingemachte. Bei einer Niederlage gegen Schweden ist der Traum von einer Teilnahme an der WM 2014 vorbei, bei einem Sieg steht die Tür zum Play-off sperrangelweit offen. Bei einem Remis müsste der Rechenstift gezückt werden.

In letzterem Fall wäre die ÖFB-Auswahl von einer Schützenhilfe Deutschlands am Dienstag in Schweden abhängig und außerdem davon bedroht, als schlechtester Zweiter aller neun Gruppen das Play-off zu verpassen. Kein Wunder also, dass ÖFB-Teamchef Marcel Koller drei Punkte anstrebt. "Es ist immer besser, wenn man alles in der eigenen Hand hat. Wenn wir gewinnen, wäre es einfach angenehmer."

Allerdings könnte der Schweizer auch mit einem Remis leben. "Wir gehen zwar in jedes Spiel, um zu gewinnen, doch wenn am Ende ein Unentschieden rauskommt, müssen wir das auch akzeptieren."

" ist für die Schweden extrem wichtig"

Koller erwartet von Beginn an stürmische Gastgeber. "Die Schweden werden ein frühes Tor erzielen wollen, aber wir sind gewappnet", versprach der Schweizer und warnte einmal mehr vor Schwedens Top-Star Zlatan Ibrahimovic. "Er ist für die Schweden in der Offensive extrem wichtig. Es ist immer Gefahr da, wenn er am Ball ist."

Der Goalgetter von Paris St. Germain ist trotz seiner am Sonntag in Marseille ebenso einsatzbereit wie die zuletzt angeschlagenen ÖFB-Kicker Julian Baumgartlinger und Markus Suttner. "Es sieht so aus, dass wir aus dem Vollen schöpfen können", erklärte Koller.

Aufstellung noch unbekannt

Nach der möglichen Aufstellung gefragt, hüllte sich der Nationaltrainer wie üblich in Schweigen. Eine bis zuletzt offene Frage war, ob Andreas Weimann oder Marc Janko im Angriffzentrum beginnt. Letzterer befindet sich bei Trabzonspor seit den vergangenen Wochen im Aufwind, was auch Koller zufrieden registrierte. "Er ist eine wichtige Komponente für uns", sagte der Teamchef über den Ex-Salzburger.

Koller spekuliert für Freitag mit einer ähnlich guten Leistung der ÖFB-Auswahl gegen Schweden wie beim 2:1 im vergangenen Juni in Wien. "Damals war der Schlüssel, dass wir in Führung gegangen sind und dadurch an Sicherheit gewonnen haben. Ich hoffe, wir finden auch diesmal einen Schlüssel, um die Tür zu öffnen."

Voraussetzung dafür ist ein hochkonzentriertes Auftreten. "Wir sind vorbereitet und werden alles unternehmen, um gegen starke Schweden zu bestehen", betonte Koller. An der Spielweise der Skandinavier werde sich im Vergleich zum Wien-Match nicht allzu viel ändern. "Die Schweden treten auswärts und daheim kompakt und diszipliniert auf, daheim vielleicht ein bisschen offensiver."

Damit auch nach dem Freitag-Spiel die WM-Chance lebt, müssen David Alaba und Co. laut Koller unbedingt ihre Schwäche auf fremdem Terrain ablegen. "Wir wissen, dass wir auswärts nicht so stark wie daheim waren. Aber jetzt haben wir zwei Spiele vor uns, in denen wir das ändern können", meinte der Teamchef.

projizieren. Janko veröffentlichte ein Foto via Twitter und schrieb: "Ich glaube, es gibt keine bessere Motivation für unsere Mannschaft."

Koller fiel die Projektion nach eigenen Angaben gar nicht auf. "Ich habe erst nachher davon gehört", beteuerte der Schweizer, der über diese Aktion alles andere als unglücklich wirkte. "Da kann man psychologische Dinge mitnehmen. Ich freue mich, wenn die Spieler sagen: 'Jetzt erst recht.'"

(APA/red)
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