"Wer das Virus noch nicht hat, holt es sich bei Olympia"

Trotz der weltweiten Coronakrise will das IOC an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio festhalten. Ein deutscher Anti-Doping-Experte warnt vor zwei drastischen Folgen, sollte das Großevent tatsächlich ausgetragen werden.
Zum einen wäre Doping Tür und Tor geöffnet, der andere Aspekt betrifft die Ausbreitung des Coronavirus. "Wer es noch nicht hat, holt es sich dort und bekommt die Chance, es mit nach Hause nehmen zu dürfen", sagt Fritz Sörgel bei Sport 1. Die Teilnehmer aus aller Welt würden so quasi eine zweite Welle auslösen.



Die Doping-Kontrollen würden durch die Coronakrise erst im nächsten Jahr wieder effektiv greifen. "Es ist klar, dass es eine Verzerrung des Wettbewerbs geben wird, sowohl national als auch international", warnt der Pharmakologe aus Nürnberg vor Doping-Spielen.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Experte klärt auf, warum man Olympia unbedingt durchziehen will: "Das IOC und die Japaner werden es von sich aus nicht übers Herz bringen. Schon deshalb, weil sie bei einer Absage riesige Schadenersatzforderungen hätten."

"Wenn es die WHO untersagt, sieht es anders aus, dann würden die Versicherungen greifen", so der Experte.

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