0:2! Austria verliert auch zweites Spiel gegen WAC

Die Wiener Austria konnte auch das zweite Spiel der laufenden Bundesliga-Saison gegen den WAC nicht gewinnen. Der Tabellenführer zeigte sich dabei als Meister der Effizienz, die Veilchen ließen einige Chancen liegen. Der Rückstand auf die Kärntner beträgt nun bereits 15 Punkte.
Die Wiener Austria konnte auch das zweite Spiel der laufendengegen den WAC nicht gewinnen. Der Tabellenführer holte ein 2:0 in Wien und zeigte sich dabei als Meister der Effizienz, die Veilchen ließen einige Chancen liegen. Der Rückstand auf die Kärntner beträgt nun bereits 15 Punkte.
Ohne den musste die Wiener Austria das Spiel gegen den WAC in Angriff nehmen. Der 25-Jährige war zu den Feierlichkeiten des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur in seine Heimat gereist, um anschließend zum Nationalteam zu stoßen. An seiner Stelle bekam Roman Kienast seine Chance in der Startaufstellung. 

Ein anderer Topstürmer aus vergangenen Tagen wurde vor Spielbeginn von der Austria geehrt. Vor seinem 50er am Dienstag ließ die violette Familie Andreas Ogris - jetziger Coach der Austria Amateure - hochleben. Am Freitagabend hatte sein Team dem Jubilar mit einer 2:4-Pleite gegen Sollenau kein Geburtstagsgeschenk bereitet. 

Austria gefährlicher

Die erste Chance im Spiel fand auch gleich der neue Mann im Angriff bei den Veilchen vor. In der zweiten Minute setzte Royer mustergültig den Stürmer ein, der aber aus spitzem Winkel an WAC-Schlussmann Alexander Kofler scheiterte. Der erste Abschluss des Tabellenführers gelang Peter Zulj in der fünften Minute, der gut einen Meter am Tor vorbei ging. 

In der Folge waren die Gäste aus Kärnten um Spielkontrolle bemüht, die Austria blieb dank es schnellen Umschaltspiels gefährlich. Kienast konnte sich einen Ball an der Strafraumgrenze nicht stoppen, ein guter Stanglpass Richtung des "Langen" wurde von Stephan Palla im letzten Moment weggeschlagen. Bei einem Royer-Kopfball nach Flanke von Florian Maer fehlte nur ein halber Meter.

WAC geht in Führung

In die bislang stärkste Phase der Austria fiel der Führungstreffer für den Tabellenführer. Ex-Veilchen Joachim Standfest tankte sich mustergültig auf der rechten Seite durch und spielte eine Traumflanke in den Strafraum, die Peter Zulj aus kurzer Distanz über die Linie drückte (28.). Vom Gegentreffer unbeeindruckt spielten die Veilchen weiter nach vorne. Kienast verfehlte mit einem Drehschuss nur knapp das Gehäuse (34.). 

Danach wurde die Partie ruppiger, der Tabellenführer zeigte körperliche Präsenz, die Austria tat es en Kärntnern gleich. Kurz vor der Pause scheiterte Meilinger aus spitzem Winkel an Kofler. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit musste der Kärntner Schlussmann noch bei einem platzierten Kopfball von Kienast ins lange Eck eingreifen, konnte den Ball aber ins Toraus ablenken. 

Viel Leerlauf in Halbzeit zwei

Nach dem Seitenwechsel brauchten beide Teams, bis sie wieder ins Spiel fanden. Die Partie wurde zerfahrener, beide Teams konnten wenig zusammenhängende Aktionen spielen. Torchancen blieben lange Zeit aus. Es brauchte eine Standardsituation, bis die Austria in der 65. Minute erstmals in Halbzeit zwei gefährlich werden konnte. Ein Grünwald-Freistoß konnte noch abgewehrt werden, den Abpraller nahm James Holland volley, verfehlte aber das Tor deutlich.

Nur fünf Minuten später stand der mittlerweile eingewechselte Ola Kamara bei einem schönen Zuspiel von Grünwald hauchdünn im Abseits. Keine Minute später konnte Lukas Rotpuller gerade noch den durchgebrochenen WAC-Angreifer Silvio stoppen. Bei der darauffolgenden Ecke fingen die Kärntner bereits mit dem Zeitschinden an, Jacobo sah dafür die gelbe Karte.  

Entscheidung in der Nachspielzeit

In der 76. Minute traf der für den angeschlagenen de Paula eingewechselte Thomas Salamon aus kurzer Distanz nicht das Tor. Der linke Mittelfeldspieler war zuvor von Kamara mustergültig mit einem Querpass bedient worden. Die nächste Ausgleichschance in der 82. Minute hatte ukas Grünwald auf dem Kopf, der nach Grünwald-Freistoßflanke vor Kofler zum Abschluss kam, allerdings nicht genug Druck hinter den Ball brachte (81.).. 

In den letzten Minuten machten die Veilchen noch einmal ordentlich Druck, warfen alles nach vorne, doch die Defensive der Kärntner blieb solide. In der 86. Minute verzog Ola Kamara einen Abschluss nach Doppelpass mit Grünwald deutlich - sinnbildlich für die Angriffe der Violetten. WAC-Angreifer Silvio hatte in der Nachspielzeit noch die Entscheidung am Fuß, traf aus kurzer Distanz aber das Tor nicht (91.). Drei Minuten später sorgte Manuel Weber für die endgültige Entscheidung und schloss einen Konter gegen Heinz Lindner sehenswert ab (94.) - 0:2.

Mit Pfiffen nach dem Schlusspfiff quittierten die Austria-Fans die schwache Leistung ihrer Mannschaft. 

Die Stimmen der Trainer und die technischen Daten auf Seite 2:

Gerald Baumgartner (Austria-Trainer): "Für mich persönlich war das heute ein großer Dämpfer. Wir haben geglaubt, dass wir im Aufwind sind und gewinnen können. In der ersten Hälfte war die Leistung enttäuschend, da haben wir überhaupt nicht gespielt, wie wir uns das vorstellen. Nach der Pause haben wir mehr Druck aufgebaut, aber keine klaren Torchancen herausgespielt." Zum 15-Punkte-Rückstand auf den WAC: "In der Situation, in der wir jetzt sind, brauchen wir nicht auf den WAC schauen."

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Nach dem sehr schlechten Spiel gegen Rapid wollten wir diesmal in Wien ganz anders auftreten. Das ist uns ab der ersten Minute ganz wunderbar gelungen. Wir haben die Austria nicht ins Spiel kommen lassen und hätten das Spiel viel früher vorentscheiden können. Es war ein verdienter Sieg, und das ist auswärts gegen die Austria nicht selbstverständlich. Ich glaube, man kennt uns mittlerweile auch außerhalb von Kärnten."

FK Austria Wien - WAC 0:2 (0:1)

Wien, Generali-Arena, 7.633, SR Kollegger.

Tore: 0:1 (28.) P. Zulj, 0:2 (94.) M. Weber

Austria: Lindner - Stryger Larsen, Sikov, Rotpuller, Suttner - Holland - Meilinger (64. Kamara), A. Grünwald, Mader, Royer (56. De Paula/70. Th. Salamon) - Kienast

WAC: Kofler - Standfest, Sollbauer, Rnic, Palla - M. Weber, Hüttenbrenner - Wernitznig (68. Kerhe), P. Zulj (77. Putsche), Jacobo (88. Baldauf) - Silvio

Gelbe Karten: Grünwald bzw. Weber, Standfest, Wernitznig, Jacobo

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