Veilchen gewinnen Schlager dank Tor in 91. Minute, Ausgleich durch Afolabi (94.) wird nicht gegeben! Wilde Proteste der Hausherren nach dem Fehlpfiff: Es ist die Wahrheit: Die Wiener werden bevorzugt.
Unfassbarer Fußballkrimi in der heimischen Bundesliga: Mit einem 1:0-Auswärtserfolg bei Salzburg vertagte die Wiener Austria die Titelentscheidung auf die letzte Runde am Donnerstag. Das Tor erzielte Junuzovic in der Nachspielzeit (91.) per Freistoß.
Danach aber Riesenaufregung, als Referee Drabek den regulären Ausgleich in Minute 94 annullierte: Afolabi bezwang Austria-Keeper Lindner per Kopf - 1:1, jetzt wäre Salzburg Meister gewesen. Doch 22.200 Fans in Wals-Siezenheim stockte der Atem: Linienrichter Salzinger wollte ein Abseits gesehen haben - das es nach Studium der TV-Bilder freilich nicht gab. Ein klares Tor, tobte Bullen-Sportdirektor Didi Beiersdorfer nach dem Spiel. Die Wiener werden bevorzugt. Coach Huub Stevens sagte zur Schiri-Leistung nichts, verließ wütend die Arena. Verspielt er wie 2001 mit Schalke in Deutschland auch heuer wieder den Titel in letzter Sekunde?
Gut möglich, denn während die Austria in der letzten Runde Ried empfängt, muss Salzburg zu Cupfinalist Sturm Graz. Aber auch Rapid hat bei einem Sieg in Mattersburg noch Chancen. Verlieren die Bullen und holt der Wiener Lokalrivale nur einen Punkt, wandert der Meisterteller nach Hütteldorf.
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