1:1! Schwache Austria enttäuscht in Grödig

Bild: GEPA pictures/ Felix Roittner
Mit einer enttäuschenden Leistung kam die Wiener Austria beim Tabellennachbarn SV Grödig nicht über ein 1:1 hinaus. Nach dem frühen Führungstreffer der Veilchen durch Marko Kvasina zogen sich die defensiv eingestellten Wiener zurück, wurden für das passive Spiel mit dem Gegentreffer bestraft. Auch nach dem Ausgleich enttäuschte die Elf von Andreas Ogris im Angriffsspiel weiter.
Aufgrund zahlreicher Ausfälle und der dünnen Personaldecke wusste Austria-Coach Andreas Ogris mit der Aufstellung durchaus zu überraschen. Im Tor ersetzte der junge Osman Hadzikic den angeschlagenen Heinz Lindner. Um die Flügelläufe der Grödiger zu unterbinden bot der 50-Jährige eine Fünferkette mit Ortlechner, Rotpuller und Ramsebner im Zentrum auf. 

Die Umstellungen machten sich in der Anfangsphase nicht bezahlt. In einer verhaltenen Anfangsphase neutralisierten sich beide Teams, kam keines der beiden Mannschaften zu gefährlichen Torchancen. Erst nach einer knappen Viertelstunde kamen die Veilchen besser ins Spiel. Mit dem ersten Torabschluss gingen die Austrianer in der 14. Minute auch gleich in Führung. De Paula brachte die Flanke von rechts in den Strafraum, Meilinger köpfte Richtung Tor und Marko Kvasina drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Wenige Torchancen vor der Pause

In der Volge gestaltete sich ein offenes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Völkl scheiterte mit einem Schuss an der Austria-Hintermannschaft (19.), Meilinger kam in der 21. Minute gegen Marvin Potzmann nicht zum Abschluss. In der 25. Minute ließ Bernd Gschweidl die Riesenchance auf den Ausgleich aus. Ortlechner hatte zuvor den Ball gegen Potzmann vertendelt, der setzte den Grödig-Stürmer ein, doch Gschweidl fand in Hadzikic seinen Meister. 

Gegen Ende der ersten Halbzeit bekamen die Grödiger das Spiel immer mehr unter Kontrolle. Bei der größten Ausgleichs-Chance vor der Pause durch Schütz nach Potzmann-Querpass musste David de Paula klären. Trotz des spielerischen Übergewichts der Baur-Elf fehlte es vor der Pause an Torabschlüssen. Kontergelegenheiten wurden von der Ogris-Elf mit schlechtem Aufbauspiel leichtfertig vergeben. 

Der verdiente Grödiger Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel ging es ähnlich wie vor der Pause weiter. Die Austria fand weiter nicht recht ins Spiel. Grödig kam in der 50. Minute zum vermeintlichen Ausgleichstreffer, doch Stefan Nutz stand zuvor im Abseits. Eine richtige Entscheidung. Doch wenige Minuten später zählte der Treffer der Grödiger schließlich. Zuerst hatte Stefan Nutz bereits an die Latte geschossen, unmittelbar danach brachte Huspek den abgeprallten Ball per Flanke, die von Thomas Salamon unangenehm abgefälscht wurde, wieder in den Strafraum, wo Nutz den Ball ins Tor schob (56.).

Trotz des Gegentreffers änderte sich an der passiven Spielweise der Austria wenig. Grödig behielt das Spiel unter Kontrolle, kontrollierte die Veilchen. Die zaghaften Angriffsbemühungen der Wiener führten die Ogris-Elf nicht vor das Tor der Salzburger. Mit den Einwechslungen von Alexander Grünwald und Daniel Royer wachte die Austria auf, konnte aber kaum Torchancen kreieren. 

Austria ungefährlich

 Doch für Torgefahr sorgten weiter nur die Grödiger. In der 79. Minute ließ Huspek die große Möglichkeit zum Führungstreffer aus. Nach Nutz-Zuspiel in den Rücken der Abwehr schloss Huspek ab, der Schuss konnte von Thomas Salamon noch zum Corner abgelenkt werden. Zu mehr als einem Grünwald-Schuss, der weit am Tor vorbei ging (82.) reichte es in der Schlussphase für die Austria nicht mehr. 

In Summe müssen die Wiener sogar froh sein, in einem äußerst schwachen Spiel gegen einen spielerisch überlegenen Gegner nicht verloren zu haben. Eine vor allem in der Offensive enttäuschende Leistung der Veilchen wurde immerhin mit einem Punkt gelohnt. Die Wiener warten weiter auf den ersten vollen Erfolg in Grödig und die ersten drei Liga-Punkte unter Interimscoach Andreas Ogris.

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