Mit einem knappen 1:0-Heimsieg gegen den SCR Altach ist der SK Rapid erfolgreich in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Den entscheidenden Treffer erzielte Nosa Dahl bereits in der Anfangsphase (4.). Über weite Strecken tat sich die Mannschaft von Johannes Hoff Thorup gegen defensiv gut organisierte Vorarlberger allerdings schwer und musste bis zum Schlusspfiff um die drei Punkte zittern.
Rapid erwischte den besseren Start und ging früh in Führung. Matthias Seidl spielte einen präzisen Pass in die Tiefe auf Dahl, der aus spitzem Winkel abzog. Altach-Keeper Dejan Stojanovic ließ den Ball unglücklich durch die Arme rutschen – 1:0 für die Hütteldorfer (4.). Die Gäste antworteten beinahe prompt, doch Vesel Demaku setzte seinen Abschluss nach einer scharfen Hereingabe knapp neben das Tor (9.).
In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, ehe Rapid nach einer halben Stunde den Druck erhöhte. Yusuf Demir traf das Lattenkreuz (31.), Ercan Kara vergab aus aussichtsreicher Position (34.) und auch Bendegúz Bolla (39.) sowie Jannes Horn (41.) scheiterten jeweils nur knapp. Mit der verdienten, aber knappen Führung ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel verflachte die Begegnung deutlich. Rapid kontrollierte zwar den Ball, konnte sich offensiv aber kaum mehr entscheidend durchsetzen. Die beste Möglichkeit auf das 2:0 vergab Kara mit einem Kopfball an die Latte (72.). Altach blieb im Spiel und kam in der Schlussphase zur großen Ausgleichschance, doch Niklas Hedl parierte den Abschluss von Marko Raguž glänzend (79.).
In den letzten Minuten zog sich Rapid weit zurück und verteidigte den Vorsprung mit viel Einsatz über die Zeit. Am Ende stand zwar ein erfolgreicher Saisonauftakt, spielerisch ließ der Auftritt der Grün-Weißen jedoch noch Luft nach oben – eine Einschätzung, die auch Sky-Experte Andreas Herzog teilte: "Mir ist das zu wenig."
Für Rapid bleibt nicht viel Zeit zum Durchatmen. Bereits am Donnerstag (18 Uhr) gastiert Rapid im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Conference League beim estnischen Klub Paide Linnameeskond. Drei Tage später wartet die nächste Aufgabe in der Bundesliga: Auswärts bei der SV Ried kommt es erstmals zum Wiedersehen mit Ex-Kapitän Stefan Schwab, der im Sommer ins Innviertel gewechselt ist.