100.000 geimpfte Wiener sind ab Februar im Lockdown

Über 800.000 Wiener haben sich schon ihren 3. Stich abgeholt, doch es fehlen noch einige.
Über 800.000 Wiener haben sich schon ihren 3. Stich abgeholt, doch es fehlen noch einige.Helmut Graf
Wegen einer Änderung der Gesetzeslage gelten ab 1. Februar bis zu 110.000 geimpfte Wiener plötzlich als ungeimpft.

Lange wurde darauf hingewiesen, doch zahlreiche Wiener trödeln weiter. Zwischen 90.000 und 110.000 doppelt Geimpfte werden in den nächsten Wochen deswegen ihr Impfzertifikat verlieren, wie ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber "Radio Wien" erklärt.

Grund: Die Gültigkeit des Grünen Passes wurde verkürzt. Wer "nur" zweifach geimpft ist, dessen Impfzertifikat verliert nun schon nach 180 Tagen seine Gültigkeit. Bisher waren es neun Monate. Lässt man sich boostern, gilt man für 270 weitere Tage als geimpft.

Es kommt Post

Die Stadt Wien appelliert in "Radio Wien" deswegen daran, den dritten Stich möglichst rasch nachzuholen. Kapazitäten dazu habe man genug, rund 12.500 Impfungen können derzeit pro Tag durchgeführt werden. Warten aber alle 100.000 auf die unmittelbaren Tage vor Inkrafttreten, könnte es sich stauen.

Zudem soll es in den kommenden Tagen und Wochen Informationsbriefe des Gesundheitsministeriums geben, die an die Notwendigkeit einer Booster-Impfung – insbesondere angesichts von Omikron – erinnern sollen.

Allgemein ist Wien bei den Impfungen gut dabei, die Durchimpfungsrate beträgt 70,27 Prozent. Damit liegt man hinter Spitzenreiter Burgenland (77,04), Niederösterreich (73,30), und der Steiermark (71,47) auf dem vierten Platz. Dahinter folgen Tirol (70,16), Salzburg (68,36), Vorarlberg (68,22), Kärnten (68,11) und Schlusslicht Oberösterreich (67,22). Bei den Boostern hat die Hauptstadt aber noch einiges an Nachholbedarf.

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