Was früher nach einer Ausnahme aus Südeuropa klang, wird nun auch am Bodensee Realität: Welse in Größenordnungen, wie man sie sonst nur vom Po in Italien oder vom Ebro in Spanien kennt. Dass solche Giganten inzwischen auch hier heimisch sind, sorgt selbst unter erfahrenen Fischern für Staunen.
So gelang Berufsfischer Franz Blum kürzlich ein spektakulärer Fang: Ein Wels mit beeindruckenden 260 Zentimetern Länge und 109 Kilogramm Gewicht ging ihm im Bereich der Rheinmündung auf der österreichischen Seite des Bodensees ins Netz.
Gefangen wurde der Koloss ganz klassisch mit einem Netz, wie Blum gegenüber "5 Minuten" schildert. Ein Fang, der selbst für einen Profi wie ihn etwas Besonderes ist: "Brutaler Torpedo. Unglaublich was für Uboote mittlerweile im Bodensee herumschwimmen!"
Zum Vergleich: Das gefangene Tier ist etwa doppelt so groß wie ein zwölfjähriges Kind.
Dabei war es nicht einmal sein persönlicher Rekord. "Ich hatte schon einmal einen Wels mit 272 Zentimetern", erzählt Blum. Doch in Sachen Gewicht übertrifft der aktuelle Fang sogar diesen.
"Der jetzige war zwar kürzer, dafür aber neun Kilo schwerer", so der Fischer. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Bodensee mittlerweile durchaus mit Europas legendären Welsrevieren mithalten kann.