Spektakel in Seattle! Belgien und Ägypten trennten sich im Gruppe-G-Schlager mit 1:1 (0:1). Emam Ashour (19.) brachte die Afrikaner nach Vorlage von Geburtstagskind Mohamed Salah per Prachtschuss in Front, Mohamed Hany (66.) traf nach der Pause zum Ausgleich ins eigene Tor – bedrängt von Romelu Lukaku, der erst 22 (!) Sekunden davor ins Spiel kam.
Belgien-Star Kevin de Bruyne (53.) scheiterte mit einem Freistoß an der Stange.
Die Partie nahm vor allem nach dem Seitenwechsel Tempo auf, ein offener Schlagabtausch war die Folge. Beide Seiten gaben 15 Schüsse auf das Tor der Gegner ab.
Ägypten ließ die "Roten Teufel" mit ihren zahlreichen "Ü30"-Kickern wie De Bruyne meist das Spiel machen, verteidigte aggressiv und setzte auf schnelles Umschaltspiel.
Weil sich die "Goldene Generation" der Belgier mittlerweile ihrem Ruhestand nähert, hatte Trainer Rudi Garcia seine Auswahl zum Außenseiter erklärt. Für den französischen Trainer trotzdem kein Grund, an ein Vorrunden-Aus wie 2022 zu denken: "Wir brauchen uns vor niemandem zu fürchten."
Das Duell bei 32 Grad lief aber zunächst nicht so wie erwünscht. Die "Pharaonen", zuletzt bei der WM 2018 in Russland bereits in der Gruppenphase gescheitert, standen sicher. Vor allem die beiden Strategen De Bruyne und Youri Tielemans von Europa-League-Sieger Aston Villa kamen nicht zur Entfaltung.
Die Belgier, ewiger Geheimtipp, erhöhten nach der Pause den Druck, fanden mit klareren Aktionen auch zunehmend Lücken. Nach dem Pfostentreffer von De Bruyne häuften sich die Chancen. Ägypten ließ nach, hätte aber durch Omar Marmoush die Führung vor dem Ausgleich auch ausbauen können. Es blieb beim 1:1.
Die weiteren Gegner in Gruppe G heißen Iran und Neuseeland.