Falle vor der Haustür

125 Euro weg! Frau fällt auf neuen Packerl-Betrug rein

Eine Frau aus Niederösterreich nahm vor ihrer Haustür ein Paket entgegen. Für die Zusendung zahlte sie 125 Euro in bar – und tappte so in eine Falle.
Robert Cajic
27.01.2026, 05:35
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Dreister geht es kaum: Betrug direkt an der eigenen Haustür. "Heute"-Leserin Antonella öffnete in Gablitz (Bez. St. Pölten, Niederösterreich) einem Zusteller die Haustür. Der Mann verlangte höflich für die Übergabe eines Paketes 125 Euro. Unwissend zahlte die Niederösterreicherin die Nachnahmen-Sendung – und tappte in die Falle.

Weil in der Familie immer wieder Autoteile bestellt werden, ging Antonella zunächst von einer echten Lieferung aus. Vor allem, weil der Vater häufig online bestelllte, wirkte die Zustellung auf den ersten Blick plausibel.

Doch dann der Schock: Niemand aus der Familie hatte das Paket bestellt, trotzdem wurde bezahlt. Diesen "Schwachpunkt" innerhalb eines Haushalts nutzen die Täter aus.

Beim Öffnen folgte der Hammer

Spätestens als Antonella das Paket öffnete, wurde klar: Hier steckt kein Missverständnis dahinter, sondern eine perfide Betrugsmasche.

Statt hochwertiger Ware befand sich in dem Paket ein billiger, beschädigter Werkzeugkoffer – gefüllt mit minderwertigem Plastik-Spielzeugwerkzeug, das eher nach Kinderkram als nach echtem Werkzeug aussieht.

Der Koffer war bereits kaputt, der Inhalt praktisch wertlos – und steht in absolut keinem Verhältnis zu den gezahlten 125 Euro.
Leserreporter

Der vermeintliche Absender "Many Qian" gab darüber hinaus keine Rechnung, Lieferschein oder Kontaktmöglichkeit an. Der Fall deutet auf eine Betrugsstrategie hin, die immer wieder auftaucht: Unbestellte Waren werden verschickt, oft per Nachnahme oder mit Barzahlung bei Übergabe.

Der Trick dabei: Viele Menschen zahlen in der Stresssituation an der Haustür, weil sie glauben, es handle sich um eine echte Lieferung – oder weil sie niemanden warten lassen wollen. Gerade wenn im Haushalt oft Pakete ankommen, kann das schnell passieren.

Keine Hoffnung auf Antonellas Geld

"Heute" befragte die Österreichische Post zu dem Vorfall. Diese bestätigte, dass es sich hierbei um eine Nachnamen-Sendung handelte, kann also erst nach Bezahlung des fälligen Betrages an den Empfänger übergeben werden. Ein Beleg für die Zahlung werde von den Zusteller nur auf Anfrage ausgestellt. Da die Kunden meistens schon eine Rechnung von den Absendern haben, wird so ein Beleg so gut wie nie verlangt.

Im Zweifel kann die Annahme des Pakets laut der Post verweigert werden. In diesem Fall wird die Sendung an den Absender retourniert, ohne dass Kosten entstehen.

Jetzt Leserreporter werden.

Für jedes Foto in "Heute" oder jedes Video auf "Heute.at" gibt es 50 Euro.So geht's

Alternativ könne die Sendung auch in einer Postfiliale oder bei einem Postpartner hinterlegt werden. Die Zahlung erfolgt dann erst bei der Abholung. Dadurch gewinnt man als Kunde Zeit, um nachzudenken oder nachzufragen, ob jemand im Haushalt (wie Familienmitglieder) eine Nachnahme-Sendung erwarten. Im Fall von Antonella ist dies aber wohl zu spät – sie sieht keine Hoffnung, die 125 Euro wieder zurückzubekommen.

{title && {title} } rca, {title && {title} } 27.01.2026, 05:35
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen