Während der Iran-Krieg sowie die anhaltende Inflation die Spritpreise weiter enorm hoch halten, tanken Urlauber und Bewohner einer spanischen Insel weiterhin zu Preisen "wie damals". Ein "Heute"-Leser sendete der Redaktion ein Foto von einer Tankstelle in Fuerteventura – und wunderte sich über die enormen Unterschiede.
In Wien kostet der Liter Diesel derzeit rund 1,80 Euro, für den Benzinsprit müssen Autofahrer etwa 1,67 Euro zahlen. Anders die Situation auf der spanischen Urlaubsinsel Fuerteventura: Dort kostet ein Liter Diesel stolze 46 Cent weniger als hierzulande, beim Liter Benzin sind es 38 Cent.

"Wie kann das sein, dass Benzin und Diesel auf Fuerteventura so viel billiger als in Österreich ist?", fragte der Leser verwundert im "Heute"-Talk. Die Hauptgründe sind die deutlich niedrigeren Steuern auf Treibstoff auf den Kanarischen Inseln – und Fuerteventura gehört zu den Kanaren.
Während in Österreich auf Benzin und Diesel hohe Mineralölsteuern sowie 20 Prozent Umsatzsteuer anfallen, haben die Kanaren ein eigenes Steuerregime. Statt der spanischen Mehrwertsteuer gelten auf den Kanaren niedrige Steuersätze von sieben Prozent, außerdem sind die Treibstoffabgaben deutlich geringer. Die Kanaren gehören zwar zur EU, aber nicht zum normalen EU-Mehrwertsteuergebiet.
Interessanterweise ist der eigentliche Kraftstoff vor Steuern auf den Kanaren wegen der Insellage und der Transportkosten teilweise sogar teurer als auf dem spanischen Festland. Der günstige Endpreis an der Zapfsäule entsteht fast ausschließlich durch die niedrigeren Steuern.