"Alles zugemüllt"

Mist-Chaos nach Regenbogenparade in Wiener City

Nach der 30. Regenbogenparade in der Wiener City hatte die MA 48 alle Hände voll zu tun, um die Stadt wieder sauber zu bekommen.
Maxim Zdziarski
14.06.2026, 14:00
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Bunt, laut und voller Lebensfreude präsentierte sich die Wiener Innenstadt am Samstag bei der Regenbogenparade. Rund 300.000 Menschen sollen an dem Event teilgenommen haben. Tausende feierten auf den Straßen, tanzten und genossen die ausgelassene Stimmung bis tief in die Nacht. Doch am Sonntagmorgen zeigte sich ein völlig anderes Bild.

Flaschen, Essensreste und Fahnen zurückgelassen

Was von der bunten Vielfalt übrig blieb, waren enorme Müllmengen. Leere Flaschen, Essensverpackungen, Plastiksackerl, Fahnen und sonstige Abfälle lagen an zahlreichen Orten in der Innenstadt verstreut.

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Besonders ärgerlich: Viele Feiernde machten sich offenbar nicht einmal die Mühe, ihren Müll in die Nähe eines Mistkübels zu bringen. Stattdessen wurden die Abfälle einfach auf Wiesen, Gehwegen und Grünflächen zurückgelassen.

Für die Mitarbeiter der MA 48 bedeutete das einen Großeinsatz. Schon in den frühen Morgenstunden waren zahlreiche Reinigungskräfte unterwegs, um die Wiener City wieder in einen sauberen Zustand zu bringen.

"Als ob eine Bombe eingeschlagen hätte"

Auch "Heute"-Leser Erwin machte am Sonntagmorgen eine erschreckende Entdeckung. Gegen 8 Uhr war er rund um die Votivkirche und den Sigmund-Freud-Park unterwegs. "Alles zugemüllt, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte", beschreibt er die Zustände vor Ort.

Fotos zeigen vermüllte Grünflächen, herumliegende Flaschen und Verpackungen sowie zahlreiche Abfälle, die nach der langen Partynacht zurückgelassen worden sind.

MA 48 schon seit Stunden im Einsatz

Besonders beeindruckt zeigte sich der Leser von der Arbeit der Müllabfuhr. Denn bereits zu diesem Zeitpunkt waren die Mitarbeiter der MA 48 seit geraumer Zeit mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

"So hat es kurz nach 8 Uhr ausgesehen und da waren sie schon seit mehr als einer Stunde am Aufräumen beschäftigt. Bezahlen müssen wir Steuerzahler das", zieht Erwin sein Fazit.

Während die Stadt Wien die Hinterlassenschaften der Feier beseitigt, sorgt die Müllflut nach der Pride nun auch in den sozialen Netzwerken für Diskussionen. Viele Nutzer loben zwar die friedliche und bunte Veranstaltung, kritisieren jedoch den sorglosen Umgang mancher Besucher mit öffentlichen Plätzen und Grünanlagen.

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