Dramatische Stunden für eine 26-jährige Wienerin in Unter St. Veit: Ihr Ex-Freund soll sie am Freitag um 5 Uhr morgens im Stiegenhaus überwältigt, mit einem Messer bedroht und stundenlang festgehalten haben. Trotz der schweren Vorwürfe kam der 25-Jährige nur wenige Stunden nach seiner Festnahme wieder auf freien Fuß.
Die junge Frau hatte sich nach zweieinhalb Jahren Beziehung von dem Mann getrennt. Laut ihrem Umfeld sei der Österreicher bereits in der Vergangenheit gewalttätig und äußerst kontrollierend gewesen. Die Trennung soll der 25-Jährige jedoch nie akzeptiert haben – bis heute nicht.
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Der Vorfall ereignete sich am frühen Freitagmorgen gegen 5 Uhr in Unter St. Veit in Hietzing. Laut Wiener Polizei soll der Mann (25) seine Ex-Freundin im Stiegenhaus abgefangen und überwältigt haben. Anschließend habe er ihr ein Messer an die Kehle gehalten.
"Ich bringe dich um, wenn du nicht wieder mit mir zusammenkommst", soll der Mann gedroht haben. Laut den Vorwürfen nahm er der 26-Jährigen auch ihr Handy weg, damit die Wienerin nicht die Polizei alarmieren kann. Die Frau soll über mehrere Stunden hinweg nicht in der Lage gewesen sein, Hilfe zu holen – der Tatverdächtige sperrte sie in der Wohnung ein.
Erst nach rund vier Stunden gelang es der Wienerin, Freunde über WhatsApp zu verständigen. Diese alarmierten schließlich die Einsatzkräfte. Der 25-Jährige wurde noch vor Ort von den Polizisten festgenommen. Gegen ihn wird unter anderem wegen Freiheitsberaubung, schwerer Nötigung, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung ermittelt.
Besonders für die Betroffene dürfte die weitere Entwicklung dieses dramatischen Freitagmorgens nur schwer nachvollziehbar sein: Denn die Staatsanwaltschaft Wien ordnete nach dem brutalen Vorfall keine Untersuchungshaft an. Der Tatverdächtige wurde auf freiem Fuß angezeigt.
Zwar wurde gegen den Mann ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen, dennoch lebt die 26-Jährige nun weiterhin in Todesangst. Die Sorge ist groß, dass der Ex-Partner trotz des Verbots erneut Kontakt suchen könnte.