1,5 Kilometer in 10 Stunden – Navi narrte Lkw-Lenker

Stur dem Navi zu folgen, führt nicht immer ans Ziel. Symbolbild
Stur dem Navi zu folgen, führt nicht immer ans Ziel. SymbolbildGetty Images/iStockphoto
Der bulgarische Trucker folgte seinem Navi auf einen Waldweg – dann ging nichts mehr. Sein 40-Tonner blieb hoffnungslos stecken.

Manchmal ist man verlassen, wenn man sich auf sein Navi verlässt. Und manchmal sollte man auch mitdenken, denn sonst landet man bald in weiter Flur ohne Möglichkeit nach vor oder gar zurück zu kommen. Diese Erfahrung musste nun auch ein 58-Jähriger aus Bulgarien machen, als er mitten in der Nacht auf Sonntag ein Ziel in Thüringen ansteuerte.

Er vertraute blindlings auf sein Navigationsgerät, ignorierte mehrere Verbotsschilder in der Gemeinde Schwarza (Rudolstadt) und setzte gegen 3 Uhr früh über eine Brücke über, die eigentlich für Trucks jenseits von 7,5 Tonnen Gewicht gesperrt ist.

Dabei riss er auch noch das Brückengeländer sowie die Einfriedung eines Grundstücks mit sich. Doch selbst davon ließ er sich nicht beirren und quetschte sich um eine 90-Grad-Kurve. 

Dabei ackerte er sich laut deutschen Medienberichten durch den Grünstreifen und schleifte mehrere Steine – darunter einen 500 Kilo schweren Brocken – mit. Fassungslose Anwohner erzählen, dass der Lkw-Lenker trotz der immer schmäler werdenden Gasse immer weiter fuhr. Selbst als der Asphalt einem mäßig befestigten Feldweg wich, gab es nur eine Richtung: vorwärts.

Irrfahrt endete

Nach rund zehn Stunden endete die Irrfahrt etwas mehr als einen Kilometer nach Beginn in einem Waldstück. Der Schwerlaster sank in den weichen Untergrund ein, blieb stecken. Alle Versuche, ihn wieder flott zu bekommen, scheiterten. Nahe einem Gewässer geriet der Lkw dann auch noch in Schieflage.

Wegen der drohenden Umweltgefahr rückten gegen 16.25 Uhr rückten gleich mehrere Feuerwehren an. Zum Glück war das Gefährt – es hatte 15 Tonnen Stahlseile geladen – schwer genug, als dass es einen sicheren Stand hatte. 

Doch auch die Feuerwehren konnten den Trucker nicht aus der Bredouille befreien. Gegen 21 Uhr wurde auch noch ein Bergeunternehmen angefordert.

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