Ein riskantes Fluchtmanöver mit fatalen Folgen hat für einen 21-Jährigen nun ein gerichtliches Nachspiel. Am Landesgericht Eisenstadt wurde der Schlepper zu drei Jahren Haft verurteilt, das Urteil ist rechtskräftig, das berichtet der ORF.
Der Mann war im Oktober 2025 mit einem Auto voller Flüchtlinge vor der Polizei geflüchtet. Mit bis zu 200 km/h raste er über den Grenzübergang Andau nach Österreich. In einer Rechtskurve verlor er schließlich bei rund 170 km/h die Kontrolle über das Fahrzeug und krachte in eine Hausmauer.
Die Folgen waren dramatisch: Alle elf Insassen wurden verletzt, zwei davon schwer. Unter den Flüchtlingen aus der Türkei und Afghanistan befanden sich auch zwei Mädchen im Alter von sieben und zehn Jahren. Drei Personen waren im Kofferraum untergebracht, niemand war angeschnallt.
Vor Gericht zeigte sich der 21-Jährige geständig. Er bekannte sich zu Schlepperei, vorsätzlicher Gemeingefährdung sowie Körperverletzung und schwerer Körperverletzung schuldig. Er habe Geld gebraucht und deshalb den Auftrag angenommen, den ihm ein Freund vermittelt habe. Einen Führerschein habe er nie besessen.
Bereits in Ungarn war die Polizei auf das Fahrzeug aufmerksam geworden und hatte die Verfolgung aufgenommen. Laut Aussage des Angeklagten habe ihn ein zweiter Schlepper in einem Begleitauto telefonisch dazu gedrängt, nicht stehenzubleiben.