18-jähriger Corona-Toter in Linz war nicht geimpft

Weil die Lunge versagte, musste der Jugendliche bereits kurz nach seiner Aufnahme auf die Intensivstation verlegt werden. Symbolbild
Weil die Lunge versagte, musste der Jugendliche bereits kurz nach seiner Aufnahme auf die Intensivstation verlegt werden. SymbolbildHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Diese Nachricht schockte am Mittwoch Linz: Ein 18-Jähriger erlag im Uniklinikum seiner Corona-Erkrankung. Jetzt gibt es erste Details zu dem Fall.

Wie am Mittwoch bekannt wurde, ist der Jugendliche bereits am Samstag nach wochenlangem Kampf gegen Covid-19 in Spitalsbehandlung am Kepler Uniklinikum in Linz verstorben. Der 18-Jährige gilt als bisher jüngster Corona-Toter Oberösterreichs – "Heute" berichtete.

Einen Tag später sind nun erste Details zu dem tragischen Fall bekanntgeworden. Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, wurde der damals noch 17 Jahre alte Patient am 13. August mit 40 Grad Fieber in die Notaufnahme des Krankenhauses eingeliefert. Er hatte da bereits seit fast einer Woche an Corona-Symptomen gelitten.

Maximale Behandlung

In seinen beiden Lungenflügel hatte das Virus Entzündungen ausgelöst, weshalb der stark übergewichtige junge Mann sofort mit Sauerstoff versorgt werden musste. Doch sein Zustand verschlechterte sich rapide, nach nur zwei Tagen im Spital musste er auf die Intensivstation verlegt werden. 

Der junge Mann verstarb nach über einem Monat intensivster Behandlung am Kepler Uniklinikum in Linz.
Der junge Mann verstarb nach über einem Monat intensivster Behandlung am Kepler Uniklinikum in Linz.Albin Schuster / picturedesk.com

Die Ärzte taten alles, um sein Leben zu retten. Weil seine Lunge versagte, wurde er an eine Maschine angeschlossen, die sein Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff anreicherte und wieder zurück pumpte.

Wochenlang wurde die sogenannte EMCO-Behandlung, die maximale Therapie bei Covid-19-Patienten, an ihm durchgeführt – vergebens. Am Sonntag verstarb er schließlich wenige Tage nach seinem 18. Geburtstag. 

Ungeimpft

Wie nun bekannt wurde, war der Verstorbene auch nicht gegen Corona geimpft. "Ob er, wie viele seiner Altersgruppe, keine Besorgnis hatte, dass ihm das Virus schaden könnte und ob ihm nicht bewusst war, dass er durch sein sehr starkes Übergewicht besonders gefährdet war, wissen wir nicht", wird Primar Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Linzer KUK, in dem "Krone"-Bericht zitiert.

"Irgendwann ist mit den künstlichen Maßnahmen zur Lebenserhaltung Schluss. Wenn ein Organ nicht erhalten werden kann, ist es aus", schließt der Spitzenmediziner mit bitteren Worten.

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