Das EU-Parlament hat am Donnerstag der Freigabe von 1,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds zugestimmt. Rund 420 ehemalige Beschäftigte von KTM sollen damit bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt werden.
Damit werde ihnen wieder eine Perspektive gegeben, erklärt der Bundesvorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), Reinhold Binder. "Österreich braucht Fachkräfte, und wir können es uns nicht leisten, auf die Erfahrung und das Engagement dieser Menschen zu verzichten."
Das Angebot von gezielten Weiterbildungs- bzw. Umschulungsmaßnahmen werde dazu führen, dass rasch wieder eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt erfolgen kann, ist Binder überzeugt.
In Richtung der ehemaligen Firmenleitung findet er harte Worte: "Bei KTM haben eine Reihe schwerwiegender Managementfehler und die Gier nach kurzfristiger Rendite dazu geführt, dass mehr als tausend Personen ihren Arbeitsplatz verloren haben."
Stichwort Arbeitslosigkeit bzw. Beschäftigung: AMS-Chef Johannes Kopf hat kürzlich vor drastischen Folgen des demografischen Wandels gewarnt. Bis 2050 könnten demnach in Österreich rund 120.000 Erwerbstätige fehlen.
Hintergrund: Die Lebenserwartung steigt zwar weiterhin, zuletzt allerdings langsamer. Gleichzeitig ist die Geburtenrate nach einem kurzen Anstieg nach der Corona-Pandemie wieder gesunken. Dadurch schreitet die Alterung der Gesellschaft weiter voran.