"James Bond"-Ikone Ursula Andress hat Strafanzeige erstattet und erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren früheren Vermögensverwalter Eric Freymond.
Der inzwischen verstorbene Finanzberater soll die Schauspielerin über Jahre hinweg um rund 18 Millionen Euro gebracht haben. Die 89-Jährige spricht von systematischem Betrug und einem massiven Vertrauensmissbrauch.
Gegenüber "Blick" schildert das Bond-Girl der 60er Jahre ihre Erschütterung: "Ich stehe noch immer unter Schock. Man hat mich gezielt als Opfer ausgewählt. Acht Jahre lang wurde ich umgarnt und umworben. Sie haben mich skrupellos angelogen und mein Wohlwollen und Vertrauen auf perfide, ja kriminelle Weise ausgenutzt, um mir alles zu nehmen. Dabei spekulierten sie auf mein Alter! Ich bin so niedergeschlagen".
Die Situation belaste sie stark. Die 89-Jährige leide unter Schlaflosigkeit sowie Angst und Wutausbrüchen.
Freymond stand bereits zuvor im Verdacht, auch das Vermögen des Hermès Erben Nicolas Puech veruntreut zu haben. Bei einer Einvernahme in Paris im Juli 2025 soll er Teile der Vorwürfe eingeräumt haben. Zwei Wochen später nahm er sich das Leben. Die Ermittlungen laufen nun gegen weitere mögliche Beteiligte.
Im Frühjahr 2024 führte Freymond eine Überweisung von Andress' Vermögen auf ein Konto der Waadtländer Notariatsvereinigung bei der Saanenbank durch – ohne deren Einverständnis. Ein beteiligter Notar soll das Geld anschließend genutzt haben, um Kunstwerke zu kaufen, die Freymonds Ehefrau gehörten. Ziel dieser Transaktionen war es offenbar, Freymond Liquidität zu verschaffen. Andere Teile wurden in riskante Aktien investiert.