Die vergangenen Jahre haben Phil Collins (74) schwer zugesetzt. Kurz vor seinem 75. Geburtstag am 30. Jänner spricht die britische Musiklegende nun so offen wie selten über Krankheit, Schmerzen und einen Alltag, der mit dem Leben eines Weltstars kaum noch etwas gemein hat.
Im BBC-Podcast "Eras" schildert der ehemalige Genesis-Sänger und Schlagzeuger seinen aktuellen Gesundheitszustand ungeschönt. "Es ist ein andauerndes Problem", sagt Collins.. Rund um die Uhr werde er von einer Krankenschwester betreut, die darauf achte, dass er seine Medikamente korrekt einnimmt. "Alles, was schiefgehen konnte, ist schiefgegangen."
Eigentlich hatte sich Collins nach seinem Bühnenabschied im März 2022 auf ein ruhigeres Leben gefreut. Nach Jahrzehnten auf Tour wollte er endlich Zeit für Dinge haben, die immer zu kurz gekommen waren.
Doch statt Freiheit folgten lange Krankenhausaufenthalte. "Ich dachte: Jetzt mache ich all die Dinge, die ich vorher nicht machen konnte. Stattdessen habe ich Monate im Krankenhaus verbracht", erzählt er.
Besonders seine Knie machten dem Musiker schwer zu schaffen. Fünf Operationen habe er bereits hinter sich. "Jetzt habe ich ein funktionierendes Knie und kann laufen, wenn auch nur mit Krücken."
Doch damit nicht genug. Collins berichtet von weiteren schweren Rückschlägen: "Die letzten Jahre waren schwierig, interessant und frustrierend." Während eines Krankenhausaufenthalts infizierte er sich mit Covid-19, wenig später begannen seine Nieren zu versagen.
Zudem litt der 74-Jährige unter einer schweren Bauchspeicheldrüsenentzündung. "Ich habe zu viel getrunken", gibt Collins zu. Seither habe er sein Leben allerdings geändert und sei seit zwei Jahren abstinent.
Trotz allem hat Phil Collins seinen Humor und seinen Lebenswillen nicht verloren. "Ich bin noch nicht tot", so der Musiker und blickt vorsichtig optimistisch nach vorne. Sein größter Wunsch sei es, wieder "mobil und gesund" zu werden.
Auch wenn ein Comeback auf der Bühne ausgeschlossen scheint, kann sich Collins vorstellen, noch einmal ins Studio zu gehen. "Ich habe einige Dinge, die unvollendet sind, und ein paar, die fertiggestellt wurden. Vielleicht steckt noch Leben in dem alten Hund", erklärt der 74-Jährige, bevor er mit einem Lächeln hinzufügt: "Sag niemals nie."