Dramatischer Fall

18 Tage altes Mädchen nach Zeckenbiss im Krankenhaus

Ein 18 Tage altes Baby musste wegen FSME ins Spital. Insgesamt gab es 132 stationäre Fälle - die meisten in Oberösterreich.
Oberösterreich Heute
27.02.2026, 14:12
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Zecken sind klein, aber brandgefährlich - das zeigt ein besonders drastischer Fall aus dem Vorjahr. Laut MedUni Wien war die jüngste FSME-Patientin gerade einmal 18 Tage alt. Das Mädchen musste nach einer Infektion mit der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis stationär im Spital behandelt werden.

Insgesamt wurden 2025 österreichweit 132 Menschen wegen FSME im Spital versorgt. Das sind weniger als im starken Jahr 2024 mit 158 Fällen, aber noch immer deutlich mehr als in manchen früheren Saisonen. Besonders betroffen war Oberösterreich mit 53 stationären Patienten - so viele wie in keinem anderen Bundesland. Dahinter folgen Niederösterreich, Steiermark, Tirol und Vorarlberg mit jeweils zwölf Fällen.

Auffällig: 14,4 Prozent der Erkrankten waren unter 15 Jahre alt. Experten warnen deshalb eindringlich davor, die FSME-Impfung bei Kindern aufzuschieben. Sie ist laut Impfplan ab dem ersten Lebensjahr möglich und schützt zuverlässig vor schweren Verläufen.

Betroffene oft lange belastet

Denn die Hälfte der erfassten Fälle verlief schwer. Dabei kommt es zu Entzündungen von Hirnhäuten, Gehirn oder Rückenmark. Konzentrationsstörungen oder verminderte Belastbarkeit können Betroffene noch lange begleiten. Todesfälle gab es in den vergangenen zwei Jahren keine.

Ganz Österreich gilt mittlerweile als Endemiegebiet. Zudem wird FSME immer mehr zum Ganzjahres-Thema: Der erste Fall 2025 wurde im April registriert, der letzte im Dezember. Mit milderen Wintern könnten Infektionen künftig sogar im Winter auftreten.

Experten raten daher, die Auffrischungsimpfung nicht hinauszuzögern. Sie ist alle fünf Jahre vorgesehen, ab 60 alle drei Jahre. Wer eine Impfung versäumt hat, kann sie unkompliziert nachholen.

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