180! Der Darts-Crashkurs zum WM-Spektakel

Mensur Suljovic
Mensur SuljovicBild: picturedesk.com
In London fliegen wieder die Pfeile! Seit Donnerstag steigt die Darts-WM. Der Österreicher Mensur Suljovic geht als Mitfavorit in das Turnier.

Darts wird immer populärer. Nicht bei Snowboard-Ass Benjamin Karl, dafür bei den feierwütigen Fans. Denn im legendären "Ally Pally" feiern 3.000 begeisterte Zuschauer eine zweiwöchige Party. Sport1 überträgt das gesamte Turnier live. Hier haben wir alle Fakten zusammengefasst, um so richtig mit Mensur Suljovic mitzufiebern.

Die Regeln:



Die Spielweise ist recht simpel: Die Spieler müssen sich von 501 Punkten auf null spielen. Wichtig: Der letzte Wurf muss in ein Doppelfeld (das ist der schmale, äußere Ring) erfolgen. Jeder Spieler hat drei Würfe pro Aufnahme. Wer zuerst auf Null ist, hat einen Leg gewonnen. Mit drei Legs gewinnt man einen Satz. In Runde eins geht es auf drei Gewinnsätze, das Finale auf sieben.

Beim Wurf steht man 2,37 Meter von der Dartscheibe entfernt. Das Bullseye hängt auf 1,73 Meter. Der perfekte Wurf ist nicht in die Mitte der Dartscheibe, sondern in die Triple 20. Ein Wurf ins sechs Millimeter dicke Triple-Feld bringt 180 Punkte. Das "perfekte Spiel" ist ein Nine-Darter.

Die Teilnehmer:

Insgesamt treten 72 Spieler aus 22 Nationen an. Davon kommen 23 aus dem Darts-Mutterland England. Mit Mensur Suljovic und Zoran Lerchbacher sind zwei Österreicher im Bewerb vertreten.

Die Favoriten:

Mit seinem Sieg bei der Champions League of Darts im September hat sich Suljovic in den Favoritenkreis gespielt. Der Weltranglisten-Fünfte mit dem Spitznamen "The Gentle" nimmt die Rolle auch an. "Endlich bin ich im Favoritenkreis. Aber ich habe mehr Druck denn je." Am Montag startet der 45-Jährige gegen Kevin Painter.

Trotzdem wäre ein Suljovic-Sieg eine Überraschung. Denn Topfavorit ist Titelverteidiger Michael van Gerwen aus den Niederlanden. Sentimentaler Favorit ist Darts-Ikone Phil Taylor. Der 16-fache Weltmeister tritt nach der WM ab.

Die Fans:

Seit 2007 wird die PDC-WM im Alexandra Palace in London ausgetragen. 3.000 kostümierte Fans sorgen für Gänsehaut-Atmosphäre. Und werden auch noch von den "Callern", den Punkteansagern, angepeitscht. Vor allem, wenn ein Spieler die 180 trifft. Drei Mal in die Triple 20 ist der höchstmögliche Score.

Während der Satzpausen schallt die Darts-Hymne durch den "Ally Pally". Und 3.000 Fans grölen mit. Chase The Sun von Planet Funk bringt die Darts-Gemeinde so richtig auf Touren.

Das Preisgeld:

Trotz aller Party auf den Rängen: Für die Darts-Profis geht es um eine ordentliche Stange Geld. Der Sieger streift 455.000 Euro ein. Der Finalist bekommt 193.000 Euro. Der Halbfinal-Einzug bringt 97.000 Euro. Der Verlierer in Runde eins erhält immerhin noch 12.500 Euro Startgeld. (wem)

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