Geimpfter (19) hat Omikron – 100 Personen in Quarantäne

Der Fall wurde im Rahmen eines positiven Pooltests nachgewiesen. Der anschließende Einzeltest wurde im Nachgang sequenziert, so konnte die Omikron-Variante bestätigt werden.
Der Fall wurde im Rahmen eines positiven Pooltests nachgewiesen. Der anschließende Einzeltest wurde im Nachgang sequenziert, so konnte die Omikron-Variante bestätigt werden.20min/Taddeo Cerletti
Einer der ersten bestätigten Omikron-Fälle in der Schweiz sorgte dafür, dass nun rund 100 Kontaktpersonen in Quarantäne müssen. 

Am Dienstagabend teilte das Basler Gesundheitsdepartement mit, dass in Basel-Stadt ein positiver Fall der Omikron-Mutation bestätigt wurde. Das Contact-Tracing sei daran, die nötigen Maßnahmen einzuleiten. Wie am Mittwoch nun bekannt wurde, betrifft der Omikron-Fall das Gymnasium Kirschgarten. Betroffen ist ein 19-jähriger Gymnasiast. Er ist vollständig geimpft. Die Ansteckungsquelle ist unbekannt und es bestand keine Reisetätigkeit im Vorfeld, wie das Gesundheitsdepartement mitteilt.

Bei Massentests in Schulen nachgewiesen

Anders als vom Bundesamt für Gesundheit am Dienstag kommuniziert, stehe der Fall nicht in Verbindung mit einem weiteren in der Schweiz nachgewiesenen Omikron-Fall. Die Abklärungen des Basler Gesundheitsdepartements hätten dafür keinen Hinweis finden können.

Entdeckt wurde der Fall mit dem regelmäßigen Massentesten in Schulen. Der anschließende Einzeltest wurde sequenziert und das Omikron-Virus bestätigt. Aktuell würden viele Proben sequenziert, sodass die Omikron-Variante im Basler Universitätsspital identifiziert werden konnte. Für alle anderen Klassen und Personen, die nicht in direktem Kontakt zum Schüler gestanden sind, bestehe keine Notwendigkeit für zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen, hält das Gesundheitsdepartement fest. Es würden täglich Klassenpools positiv ausfallen, jedoch habe man bis anhin keine Hinweise auf die Omikron-Variante gefunden. Es sei nun wichtig, Ruhe zu bewahren, hält die Behörde fest. Falls zusätzliche Maßnahmen notwendig würden, werde das Gesundheitsdepartement informieren.

Aufführungen mit Chor und Orchester

Für rund 100 Personen, die im ansteckungsrelevanten Zeitraum Kontakt mit dem Schüler hatten, wurde nun eine zehntägige Quarantäne angeordnet. Der 19-Jährige hatte nebst seiner Klasse Kontakt zum Chor und Orchester der Schule, mit denen er in den letzten Wochen eine Aufführung hatte. Das Contact-Tracing hat am Dienstagabend die entsprechenden Maßnahmen forciert. Auch die Schulleitung ist von der Quarantäne-Anordnung betroffen.

Für die Omikron-Fälle wurden neue Quarantäne-Regeln definiert. Demnach gilt die Anordnung auch für vollständige geimpfte enge Kontakte, wie Kantonsarzt Thomas Steffen gegenüber SRF erklärte.

Am Mittwochmittag meldete auch der Kanton Baselland einen ersten Omikron-Fall. Die Ansteckungsquelle ist auch dort unbekannt, teilt die dortige Gesundheitsdirektion mit. Eine ursprünglich angenommene Verbindung mit dem Fall am Gymnasium Kirschgarten habe sich nicht bestätigt. Aus Datenschutzgründen werden keine weiteren Informationen zum Fall bekanntgegeben. Die nötigen Quarantänemaßnahmen seien eingeleitet worden.

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