Österreich zählt immer mehr Millionäre. Die einen leiden immens unter den vielen Krisen, den anderen wächst das Vermögen mit Höchstgeschwindigkeit weiter an.
Das zeigt der neue World Wealth Report 2026 des Capgemini Research Institute. Demnach ist die Zahl der vermögenden Privatpersonen in Österreich innerhalb eines Jahres um rund 21 Prozent gestiegen. Insgesamt leben nun 196.000 Dollar-Millionäre in Österreich. Auf Nummer 1 liegt Red Bull-Erbe Mark Mateschitz.
Das Vermögen der heimischen Millionäre legte kräftig zu. Es stieg von 461 Milliarden US-Dollar auf 563,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von rund 22 Prozent.
Der Trend ist weltweit zu beobachten. Laut Capgemini wuchs die Zahl der Millionäre rund um den Globus im Jahr 2025 um fast zwei Millionen Menschen auf insgesamt 25,3 Millionen.
Als wichtigste Gründe nennt die Studie die starke Entwicklung an den Aktienmärkten und die nachlassende Inflation. Weltweit erreichte das Vermögen vermögender Privatpersonen mit 98,3 Billionen US-Dollar einen neuen Rekordwert.
Besonders stark legten die Superreichen zu. Die Zahl der sogenannten Ultra-High-Net-Worth-Individuals, also Menschen mit besonders großen Vermögen, stieg weltweit um 9,4 Prozent. Ihr Vermögen wuchs sogar noch stärker als jenes anderer Millionäre.
Für das Vermögenswachstum waren vor allem die Börsen verantwortlich. Laut Bericht profitierten viele Anleger von steigenden Aktienkursen, insbesondere im Technologiesektor.
Der Aktienanteil in den Portfolios vermögender Kunden stieg zuletzt auf 25 Prozent. Gleichzeitig bleibt das Interesse an alternativen Investments hoch. Mehr als zwei Drittel der vermögenden Privatkunden wollen ihr Engagement in Private Equity weiter ausbauen.
Capgemini-Chefin Martina Sennebogen sieht dadurch auch neue Herausforderungen für Banken und Vermögensverwalter. "Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Österreich Teil der weltweiten Vermögensdynamik ist. Gleichzeitig beobachten wir, dass vermögende Kundinnen und Kunden deutlich höhere Erwartungen an Beratung, Individualisierung und Zugang zu alternativen Investments stellen."