Gutachten liegt vor

Ehepaar erstochen – 17-Jähriger war zurechnungsfähig

Nach der Bluttat in der Steiermark soll der 17-Jährige an einer psychischen Störung leiden. Dennoch soll er bei der Tat zurechnungsfähig gewesen sein.
Newsdesk Heute
05.06.2026, 15:57
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Neue Entwicklungen gibt es im Fall jener tödlichen Messerattacke auf ein Ehepaar in der Südoststeiermark. Der 17-jährige Tatverdächtige wurde nach einem psychiatrischen Gutachten aus der Untersuchungshaft in ein forensisch-therapeutisches Zentrum verlegt.

Wie Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, auf APA-Anfrage bestätigte, wurde die Unterbringung vor wenigen Tagen angeordnet. Grund dafür ist das inzwischen vorliegende kinder- und jugendpsychiatrische Gutachten.

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Zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig

Demnach leidet der Jugendliche an einer psychischen Störung. Gleichzeitig kommt der Sachverständige jedoch zu dem Schluss, dass der 17-Jährige zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig gewesen sei.

Der Jugendliche bleibt damit weiterhin in behördlicher Obhut und wartet nun in dem Zentrum auf die Entscheidung über eine mögliche Anklage und einen späteren Prozess. Die Ermittlungen sind laut Staatsanwaltschaft allerdings noch nicht abgeschlossen. Ein Abschlussbericht liegt derzeit noch nicht vor.

Der Fall hatte Ende April für Entsetzen gesorgt. In der Nacht auf den 22. April soll der damals 17-Jährige in das Haus eines älteren Ehepaars in St. Peter am Ottersbach eingedrungen sein. Dort attackierte er beide Bewohner mit einem Messer. Der Mann überlebte die Verletzungen nicht.

"Mordlust" als Motiv

Gegenüber der Polizei legte der Jugendliche laut den Ermittlern ein Geständnis ab. Wie "Heute" berichtete, nannte der Fleischerlehrling "Mordlust" als Motiv.

Das Ehepaar kannte er den Angaben zufolge nicht. Laut Ermittlungen soll er die Opfer gezielt in seiner Region ausgesucht haben, weil er aufgrund ihres Alters mit wenig Gegenwehr gerechnet habe.

Der Hammer, mit dem sich der Jugendliche Zutritt zum Haus verschafft haben soll, wurde nach der Tat weggeworfen. Das mutmaßliche Tatmesser konnte sichergestellt werden. Nach dem Angriff verständigte der 17-Jährige selbst die Polizei. Bei seiner Festnahme leistete er keinen Widerstand.

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