2:1! Effiziente Grazer schlagen die SV Ried

Bild: GEPA pictures/ Mathias Mandl
Sturm Graz blieb im Kampf um den Champions League-Startplatz weiter am Spitzentrio der Bundesliga dran. Die Elf von Franco Foda präsentierte sich beim Gastspiel in Ried unglaublich effizient, siegte dank zweier genützter Topchancen im Spiel mit 2:1. Die Innviertler scheiterten an einer mangelhaften Chancenverwertung.
Die richtungsweisende Begegnung der beiden Teams, die um den Anschluss an die Spitze kämpfen, begann flott und abwechslungsreich. Der erste Aufreger sorgte in der zehnten Minute für Diskussionen im Stadion. Sturm-Verteidiger Michael Madl fuhr Clemens Walch im Strafraum in die Beine, verfehlte den Ball deutlich. Ein elfmeterwürdiges Foul, doch die Pfeife des schweizer Rferees Pascal Erlacher blieb stumm.

Von der strittigen Situation unbeeindruckt spielten die Gastgeber weiter nach vorne. Clemens Walch spielte drei Gegenspieler auf der linken Seite aus, legte für Marcel Ziegl quer, der den Ball aber nicht am herauseilenden Sturm-Keeper Christian Gratzei vorbei ins leere Tor brachte (18.). In der Folge konnten sich die Gäste aus Graz besser auf das flotte Angriffsspiel der Rieder einstellen. Erst in der 29. Minute versuchte es Thomas Murg wieder mit einem Abschluss aus großer Distanz, der Gratzei keine Probleme machte.

Sturm lange nur "Lüftchen"

Bis zur ersten gefährlichen Torchance von Sturm Graz im Spiel dauerte es bis zur 37. Minute. Roman Kienast nahm einen langen Pass an, zog mit einem Haken in die Mitte und schloss ab, traf dabei aber das Rieder Tor nicht. Vor der Pause wurden die Rieder noch einmal durch eine Standardsituation gefährlich. Oliver Kragl verfehlte mit einem direkt geschossenen Freistoß-Hammer nur knapp das lange Eck (44.).

Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeber dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Die Rieder hatten mehr vom Spiel, ein Ziegl-Schuss konnte in der 57. Minute abgeblockt werden. Doch in der 63. Minute bekamen die Rieder die Rechnung für die vielen vergebenen Torchancen präsentiert. Die Innviertler verschliefen einen Freistoß durch Martin Ehrenreich, der Ball segelte durch den Strafraum und landete bei Roman Kienast, der aus kürzester Distanz einnetzte. Dem Treffer war allerdings ein nicht geahndetes Foul von Lukas Spendlhofer an Harry Pichler vorausgegangen.

Tore auf beiden Seiten

Nach dem Gegentreffer präsentierten sich die Rieder alles andere als geschockt. In der 66. Minute verhinderte Christoph Gratzei in Kombination mit der Stange den Ausgleich der Rieder. In der 76. Minute kam es dann für die Gastgeber noch dicker. Ein Traumpass von Andreas Gruber über 30 Meter hebelte die gesamte Rieder Abwehr aus, Donis Avdijaj nahm die Kugel an der Strafraumgrenze an und schob locker gegen Gebauer ein.

Doch sofort darauf gelang den Innviertlern der Anschlusstreffer. Ähnliche Situation wie beim Treffer zuvor. Ein weiter Pass, die Viererkette der Grazer war nicht im Blick und Thomas Fröschl netzte völlig alleine ein - allerdings aus abseitsverdächtiger Position. In der Schlussphase drückte die Glasner-Elf auf den Ausgleich. In Minute 87 setzte sich der Torschütze auf rechts durch, zog in den Strafraum, konnte mit einem schwachen Abschluss Sturm-Keeper Gratzei aber nicht in Verlegenheit bringen.

Auch in der Nachspielzeit kam der Ried-Stürmer noch einmal zum Abschluss, scloss aus der Drehung ab, verfehlte den Grazer Kasten aber deutlich. Mit dem fünften Erfolg im sechsten Spiel blieben die Grazer im Kampf um die Europacup-Ränge an den Spitzenteams dran und in Schlagdistanz zu Rapid, die lediglich vier Punkte vor den Steirern liegen.
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