2:1! Ja, Didi: Das war kein Aprilscherz

Jubel, Freudentränen und Top-Euphorie in Klagenfurt: Teamchef Constantini bewirkt riesiges Fußball-Wunder. Sensationeller Doppelpack von Rapidler Jimmy Hoffer setzt die Dracula-Kicker in Klagenfurt schachmatt.
Riesiger Freudentaumel in der Wörthersee-Arena: Feuerwehrmann Didi Constantini bewirkte ein für unmöglich gehaltenes Wunder, er und sein ersatzgeschwächter Elf-Mann-Löschzug lagen sich jubelnd in den Armen! Der 2:1-Sieg über Rumänien holte die ÖFB-Elf aus dem Fußball-Koma und wahrte die Chance auf die WM-Quali 2010!

Dabei hatte der Teamchef mit seiner im Schnitt 23,7 Jahre jungen Küken-Elf selbst Experten überrascht. Das neue Team mit Beichler, Pehlivan und Ortlechner bot spielerisch allerdings eher Chaos-Kick, machte dieses Manko aber durch Leidenschaft wett: Feuer, Einsatz, Kampfgeist - da passte alles! Obwohl die Karpaten-Elf am Feld dominierte, war Rot-Weiß-Rot nach einem elferreifen Foul an Prödl (10.) und durch einen Arnautovic-Fernschuss (20.) anfangs gefährlicher, ehe Tanase das Spielgeschehen auf den Kopf stellte. Er überhob nach einem Horror-Fehler Gspurnings den ÖFB-Goalie zum 0:1 (24.)!

Doch an diesem Abend hatte der ÖFB nach langer Zeit das Glück des Tüchtigen: Zunächst sagte Hoffer nach einer Vorlage von Rat Danke und traf trocken zum 1:1 (25.). Sekunden vor der Pause fiel ihm erneut ein Ball der Rumänen-Defensive vor die Beine, er exekutierte eiskalt ins rechte Eck - 2:1 (44.)! Jetzt nahm die ÖFB-Elf Fahrt auf, hätte durch einen Freistoß (62.) und Kopfball (63.) Scharners sogar die Führung ausbauen können. Doch 20 Minuten vor dem Ende erwachten die Rumänen, hatten plötzlich Chancen im Minutentakt, die ÖFB-Abwehr wackelte gehörig. Doch Gspurning besserte nun seinen Schnitzer aus, rettete das 2:1. Im Parallelspiel der Gruppe 7 gewann Frankreich in Paris gegen Litauen mit 1:0.

Österreich - Rumänien 2:1 (2:1)

Klagenfurt, Hypo-Group-Arena, 23.000 Zuschauer, SR Thomson (SCO)

Tore: 0:1 Tanase (24.), 1:1 Hoffer (25.), 2:1 Hoffer (44.)

Österreich: Gspurning - Schiemer, Prödl, Pogatetz, Ortlechner - Arnautovic (69./Korkmaz), Pehlivan, Scharner, Beichler (78./Hölzl) - Maierhofer, Hoffer (54./Okotie)

Rumänien: Lobont - Contra, Tamas, Goian, Rat - Nicolita (84./Nicu), Cocis, Tanase, Radoi (46./Stoica), Bucur (68./Niculae) - Marica

Gelbe Karten: Prödl, Pogatetz, Scharner bzw. Marica

Wolfgang Kreuziger
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