Martha Schultz stellt um

Nächster Spar-Hammer: WKO streicht hunderte Jobs

Die Wirtschaftskammer Österreich baut rund ein Viertel der Jobs in der Bundesorganisation ab und halbiert das Generalsekretariat.
Newsdesk Heute
02.06.2026, 15:57
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) steht vor einer massiven Umstrukturierung. Präsidentin Martha Schultz kündigte an, dass etwa 200 Vollzeitstellen in der WKÖ abgebaut werden. Damit ist rund ein Viertel der Belegschaft im Wiener Stammhaus betroffen.

Auch das Generalsekretariat wird deutlich verkleinert: Statt bisher vier bleiben künftig nur zwei Mitglieder im Führungsteam. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden bereits informiert und zu einer Versammlung eingeladen. Der Jobabbau soll sozial verträglich erfolgen, etwa durch natürliche Abgänge wie Pensionierungen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie diepresse.com berichtet, soll die Organisation verschlankt und Doppelgleisigkeiten abgeschafft werden. Ziel ist, Ressourcen gezielt auf Aufgaben zu konzentrieren, die den Mitgliedsbetrieben unmittelbar zugutekommen und die Effizienz der WKO erhöhen.

Führungsetage wird verkleinert

Im Zuge der Reformen wird das Generalsekretariat halbiert. Die bisherigen Vize-Generalsekretäre Thomas Spann und Eva-Maria Liebmann scheiden aus ihren Funktionen, bleiben der Organisation aber erhalten. Spann übernimmt die Leitung des Transformationsprozesses, Liebmann wechselt zur Wirtschaftskammer Steiermark.

Die Personaleinsparungen finden ohne Kollektivvertragsverhandlungen statt, da die WKO keinen eigenen Kollektivvertrag hat. Dennoch wurde der Betriebsrat in die Entscheidungsfindung eingebunden.

100 Millionen Euro sollen eingespart werden

Martha Schultz will mit den Maßnahmen ein Zeichen setzen und hofft, dass andere Landeskammern dem Beispiel folgen. Bis Ende 2027 sollen die Reformen abgeschlossen sein. Insgesamt sollen 100 Millionen Euro eingespart werden, wodurch die Kammerumlage für Mitglieder bis spätestens 2030 gesenkt werden soll.

Weitere Sparmaßnahmen sind bereits beschlossen: Der Thinktank Oecolution wird eingestellt, ebenso wie die digitale Weiterbildungsplattform 'Wise up'. Diese Schritte sollen in den kommenden Jahren weitere Millionen an Einsparungen bringen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.06.2026, 18:56, 02.06.2026, 15:57
Jetzt E-Paper lesen