Wirtschaft unter Druck

Nur 48% zufrieden – Firmen denken an Abwanderung

Österreichs Betriebe kämpfen weiter mit hohen Kosten und schwacher Nachfrage. Schon jedes sechstes Unternehmen denkt an Verlagerung ins Ausland.
Newsdesk Heute
29.04.2026, 13:50
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Die Lage der heimischen Wirtschaft bleibt angespannt. Laut aktueller Umfrage vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) bewerten nur 48 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut. Das ist zwar ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr, liegt aber weiterhin deutlich unter dem Niveau vor den Krisenjahren.

Ein echter Aufschwung ist nicht in Sicht: Nur 22 Prozent der Betriebe rechnen 2026 mit einer spürbaren Verbesserung. Gleichzeitig wächst der Frust – jeder sechste Betrieb denkt bereits darüber nach, Teile seines Geschäfts ins Ausland zu verlagern. Vor allem Industrie, IT und Immobilien sind hier besonders betroffen.

Gastro unter Druck

Als größte Probleme nennen die Unternehmen das hohe Kostenniveau, schwache Nachfrage und den anhaltenden Fachkräftemangel. KSV1870-Chef Ricardo-José Vybiral warnt vor einer schleichenden Entwicklung: Österreich drohe wirtschaftlich ins Mittelfeld abzurutschen, wenn keine Entlastung komme.

Besonders hart trifft es die Gastronomie. Nur 35 Prozent der Betriebe bewerten ihre Lage positiv. Hohe Kosten, niedrige Margen und weniger Konsum setzen der Branche massiv zu. Ganz anders sieht es bei Banken und Versicherungen aus – hier sind 85 Prozent zufrieden.

Düstere Aussichten

Auch bei den Umsätzen zeigt sich ein gemischtes Bild. Zwar konnten 44 Prozent der Betriebe zulegen, doch der Kostendruck frisst Gewinne oft wieder auf. Für 2026 erwarten nur 27 Prozent steigende Umsätze.

Kritik gibt es zudem an der "Industriestrategie Österreich 2035". Gerade einmal sechs Prozent der Industrieunternehmen sind zufrieden. Vielen fehlt ein klarer Plan zur Senkung der Kosten und zum Abbau von Bürokratie.

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