Die nächste Pleite erschüttert die Baubranche in der Südsteiermark. Wie der Gläubigerschutzverband AKV Europa berichtet, hat die Clever Bau GmbH mit Sitz in Gleinstätten am Dienstag die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt. Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht geplant – für die zwölf Beschäftigten bedeutet das voraussichtlich den Verlust ihres Arbeitsplatzes.
Das 2017 gegründete Unternehmen weist laut AKV Verbindlichkeiten von knapp 2,7 Millionen Euro auf. Betroffen sind insgesamt 32 Gläubiger, darunter vor allem Lieferanten und Banken. Clever Bau war eine 100-Prozent-Tochter des Lagerhauses Gleinstätten-Ehrenhausen-Wies und zunächst auf den Bau von Einfamilienhäusern ausgerichtet. Ab 2018 übernahm die Firma auch Generalunternehmerverträge im Wohnbau.
Als Auslöser für die finanzielle Schieflage werden Probleme bei Bauprojekten genannt. So dürfte es laut der "Kleinen Zeitung" zu Baumängeln gekommen sein, die laut Angabe des Unternehmens zu massiven Gewährleistungsansprüchen führten. Die daraus resultierenden Forderungsausfälle in Kombination mit dem erheblichem Sanierungsaufwand hätten schließlich zur Zahlungsunfähigkeit geführt.
Die genauen Hintergründe und die wirtschaftliche Lage werden nun vom Masseverwalter geprüft. Dieser wird vom Gericht bestellt, sobald das Konkursverfahren offiziell eröffnet ist.