Jetzt ist es fix: Die Gehaltsverhandlungen bei der Österreichischen Post AG sind erfolgreich abgeschlossen, das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens am Mittwoch hervor. Nach mehreren intensiven Gesprächsrunden haben sich Unternehmensführung und Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten auf ein Plus von 3,00 Prozent geeinigt.
Die Erhöhung gilt für alle Beschäftigten, inklusive Lehrlinge. Allerdings kommt das Gehaltsplus später als ursprünglich erwartet: Statt mit 1. Juli tritt die Erhöhung erst ab 15. September 2026 in Kraft. Auch Nebengebühren und Zulagen werden angepasst - sie steigen ab 1. Oktober 2026 ebenfalls um 3,00 Prozent.
Mit diesem Kompromiss wurden beide Seiten berücksichtigt. Die Gewerkschaft wollte einen Abschluss nahe der rollierenden Inflation erreichen, während das Unternehmen auf die Gesamtkosten achten musste. Die um rund zweieinhalb Monate verschobene Umsetzung bringt hier den Ausgleich.
Neben der Gehaltserhöhung wurde auch ein neues Arbeitsmodell beschlossen. Im Kollektivvertrag "KVneu" wird ein leistungsabhängiges Modell für die Paketzustellung eingeführt. Ziel ist es, in den kommenden zwölf Monaten zwischen 200 und 300 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Neue Mitarbeiter sollen dabei zu kollektivvertraglich geregelten und fairen Bedingungen in dieses Modell einsteigen.
Der Paketbereich gilt seit Jahren als wachsender Teil des Geschäfts - entsprechend hoch ist der Bedarf an zusätzlichem Personal. Mit dem neuen Modell will die Post hier flexibler und gleichzeitig attraktiver für neue Kräfte werden.
Der Abschluss steht allerdings noch unter Vorbehalt: Sowohl der Aufsichtsrat der Österreichischen Post AG als auch die Gewerkschaft müssen noch zustimmen. Die Regelung gilt vorerst bis 30. Juni 2027.