Mercedes kommt nicht aus dem Tief: Im ersten Quartal sackte der Gewinn auf 1,43 Milliarden Euro ab – ein Minus von gut 17 Prozent. Schon im Vorjahr war der Gewinn um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Eine Erholung ist weiter nicht in Sicht, wie die deutsche "Bild" berichtet.
Der Umsatz ging leicht auf 31,6 Milliarden Euro zurück, auch das operative Ergebnis fiel. Besonders deutlich zeigt sich die Krise im Kerngeschäft: Die Marge im Autosegment stürzte von 7,3 auf 3,5 Prozent ab – Mercedes verdient damit pro Auto deutlich weniger.
Hauptproblem bleibt China. Im wichtigsten Markt brachen die Verkäufe erneut ein, insgesamt sank der Absatz um sechs Prozent. Aggressive Konkurrenz, Preiskampf, Zölle und Wechselkurse setzen den Konzern unter Druck. Schon 2025 war der Gewinn deutlich gefallen.
Trotzdem gibt sich Mercedes optimistisch. Finanzchef Harald Wilhelm spricht von einer "soliden operativen Leistung" und sieht den Konzern im Plan. Hoffnung machen volle Auftragsbücher und neue Modelle.
"Die Auftragsbücher sind aktuell gut gefüllt, teilweise bis zu anderthalb Jahre", sagt Auto-Expertin Beatrix Keim zu "Bild". Doch vor allem in China bleibt die Lage angespannt: "Dort dürfte es zunächst weiter schwächer laufen, weil wichtige Volumenmodelle erst im Laufe des Jahres kommen."
Ein zentrales Problem ist der Preis: "Technologisch ist Mercedes auf Augenhöhe mit der chinesischen Konkurrenz – das Problem ist eher der Preis. Für vergleichbare Modelle müssen Kunden deutlich weniger zahlen." Immerhin: "Bei Qualität und Sicherheit sind sie nach wie vor glaubwürdig", so Keim.