Illegaler Wildtierhandel

2.000 "Sex-Ameisen" im Gepäck – Zoll stoppt Schmuggler

In Nairobi wurden zwei Männer geschnappt, die Tausende Ameisen für den chinesischen Schwarzmarkt schmuggeln wollten.
Newsdesk Heute
18.03.2026, 11:50
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Die Riesenernteameise gilt in China als Delikatesse und Aphrodisiakum. Auf dem Schwarzmarkt bringt ein einziges der rund zwei Zentimeter großen Tiere bis zu 100 Euro. Nun wurde in Kenia ein spektakulärer Schmugglerring aufgeflogen.

Ein chinesischer Staatsangehöriger wurde vor einer Woche am internationalen Flughafen von Nairobi festgenommen. In Reagenzgläsern und Klopapierrollen versteckt fanden Beamte mehr als 2200 Ameisen in seinem Gepäck - darunter 1948 Exemplare der begehrten Art Messor cephalotes.

Wie bild.de berichtet, erklärte der Anwalt des Beschuldigten bei einer Anhörung am Dienstag, dass die Ameisen nach China gebracht werden sollten, um sie dort als Aphrodisiakum zu verkaufen.

Lieferant im Rift Valley geschnappt

Wenige Tage später klickten auch für einen Kenianer die Handschellen. Er wurde im Rift Valley festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass er dem Chinesen einen Großteil der Insekten verkauft hatte. Bei seiner Verhaftung wurden über 1100 lebende Ameisen sichergestellt.

Bis zu sieben Jahre Haft drohen

Den beiden Beschuldigten wird illegaler Wildtierhandel und Verabredung zu einer Straftat vorgeworfen. In Kenia kann das mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden. Trotz der erdrückenden Beweislage plädierten beide auf nicht schuldig.

Die kenianische Justiz vermutet, dass der Kenianer bereits im Vorjahr Ameisen an andere Schmuggler verkauft hat. Damals wurden zwei Belgier, ein Vietnamese und ein Kenianer zu Geldstrafen von über 6000 Euro verurteilt.

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