Niederlage für Nagelsmann

2:3 gegen Türkei! DFB-Pleite vor Österreich-Duell

Pleite im Prestige-Duell! Vor dem Duell mit Österreich kassierte die DFB-Elf mit einem 2:3 gegen die Türkei die erste Pleite unter Julian Nagelsmann. 

Sport Heute
2:3 gegen Türkei! DFB-Pleite vor Österreich-Duell
Ilkay Gündogan im Duell mit der Türkei.
Imago Images

Dabei ging der EM-Gastgeber von 2024 im ausverkauften Berliner Olympiastadion durch Kai Havertz noch früh in Front (5.). Doch Ferdi Kadioglu (38.), Kenan Yildiz (45+2.) und Yusuf Sari per Elfmeter (71.) schossen stark aufspielende Türken zum Sieg. Niclas Füllkrug war der zwischenzeitliche 2:2-Ausgleich gelungen (49.). Das 2:3 bedeutete die erste Niederlage für den neuen deutschen Teamchef Julian Nagelsmann im dritten Spiel. 

"Wir hatten nicht dieses Emotionsniveau auf allen Positionen, wirklich an die Grenze zu gehen und zu gewinnen. Wir hatten in der ersten Halbzeit genügend Chancen, können das Spiel in den ersten zehn Minuten zumachen. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel dann emotionaler", analysierte Deutschlands Teamchef Nagelsmann bei "RTL". Der 36-Jährige zeigte sich vor dem Duell mit dem ÖFB gewarnt. "Österreich ist fußballerisch besser als die Türkei. Die haben Spieler, die eine noch größere Erfahrung haben, die bringen trotzdem eine Emotion rein. Wir müssen immer das Emotionsniveau des Gegners erreichen, dann wird sich die bessere Qualität durchsetzen", so der DFB-Teamchef. 

Türkei dreht Deutschland-Führung

Drei Tage vor dem Testspiel gegen Österreich im ausverkauften Wiener Ernst-Happel-Stadion überraschte DFB-Teamchef Nagelsmann mit einer offensiven Aufstellung, in der Havertz als Linksverteidiger aufgeboten wurde, Kevin Trapp den verletzten Marc-Andre ter Stegen im Tor vertrat und Joshua Kimmich neben Kapitän Ilkay Gündogan, der zum ersten Mal gegen das Herkunftsland seiner Eltern spielte, auflief. Türkei-Coach Vincenzo Montella veränderte sein Team gegenüber dem letzten EM-Qualifikationsauftritt gleich an acht Positionen. 

    Philipp Lienhart (r.) jubelt mit Kapitän David Alaba über sein erstes Teamtor.
    Philipp Lienhart (r.) jubelt mit Kapitän David Alaba über sein erstes Teamtor.
    Gepa

    In einer flotten Anfangsphase bejubelten die Deutschen schon in der fünften Minute den Führungstreffer durch Havertz, der nach einem Lochpass von Benjamin Henrichs auf Leroy Sane mit einem Stanglpass sehenswert freigespielt wurde. Sane vergab in der 16. Minute den zweiten Treffer, verfehlte das Tor knapp. Die Türken, die nicht in Bestbesetzung antrat, spielte munter mit, wurde mit Fortlaufen der ersten Halbzeit immer gefährlicher. Yildiz schoss zu zentral auf Trapp (17.), den Abschluss von Yusuf Yazici konnte Gündogan noch abblocken (32.). Kadioglu sorgte in der 38. Minute dann für den hochverdienten 1:1-Ausgleich, zimmerte den Ball aus spitzem Winkel in die Maschen. Sieben Minuten später stellte Yildiz das Ergebnis dann auf den Kopf, hämmerte den Ball unbedrängt ins lange Eck – ein Traumtor zum 2:1 (45+1.). 

    Elfer-Sieg für die Türkei

    Deutschlands Team gelang unmittelbar nach dem Seitenwechsel der Ausgleich. Der starke Florian Wirtz setzte Niclas Füllkrug ein, der eiskalt zum 2:2 einrollte (49.). Die postwendende Antwort der Türken durch Salih Özcan verhinderte nur das Aluminium, der Ball prallte an die Außenstange (52.). 20 Minuten später zappelte der Ball dann im Netz, schoss Sari die Türken per Elfmeter wieder in Front (71.), Trapp war dran, konnte aber nicht parieren. Zuvor bekam Havertz den Ball im Strafraum an den Arm. 

    Deutschlands Team war in der Schlussphase noch einmal alles nach vor. Doch Türkei-Rückhalt Altay Bayindir parierte in der 73. Minute gegen Julian Brandt, Serge Gnabry rutschte in der 86. Minute nur um Zentimeter am Ball vorbei, zuvor verhinderte Trapp gegen Kerem Aktürkoglu eine höhere Niederlage (83.). 

    red
    Akt.
    ;