Wienerin lässt Wagen stehen

2,3-Millionen-Projekt zwingt Autofahrer in die Knie

Am Wiener Alsergrund verzweifeln Anrainer nach einer Öko-Offensive an der Parkplatzsuche. Eine Anrainerin bewegt ihren Wagen gar nicht mehr fort.
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15.03.2026, 22:35
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Erst kürzlich berichtete "Heute" über eine Öko-Offensive in Wien-Währing – acht Bäume, eine Sitzbank und ein Brunnen verschlangen dort 547.000 Euro sowie mehrere Parkplätze. Im 9. Wiener Bezirk schlägt eine Anrainerin nun Alarm.

Umbauten für ein besseres Klima in ihrem Grätzel würden als "Hundeklos" dienen, fehlende Parkplätze die Autofahrerin zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zwingen.

2,3 Millionen Euro für Umbauten – Autofahrer verzweifeln

Die Gegend von der Wilhelm-Exner-Gasse und der Sobieskigasse von der Gießergasse bis hin zur Dreihackengasse ist seit der Begrünungs-Offensive im Vorjahr um 41 Bäume, 10 Sträucher, barrierefreie Gehwege, Radabstellplätze, Sitzgelegenheiten und zwei Trinkbrunnen reicher. Kostenpunkt: 2,3 Millionen Euro. Die Stadt Wien fördert das Projekt zu 80 Prozent, auch das AKH beteiligte sich an dem Klima-Projekt.

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Im Gegenzug verschwanden rund 40 Parkplätze – das hat nun schwerwiegende Folgen für Pkw-Besitzer. In dem Alsergrund Grätzel gab es nämlich aufgrund diverser kleinerer Betriebe und dementsprechender Parkverbote, um das Ein- und Ausladen von Lastfahrzeugen zu ermöglichen, ohnehin schon Probleme bei der Parkpatzsuche.

Die Anzahl an freien Parklücken hat sich in dem nun begrünten Grätzel auf ein absolutes Minimum beschränkt. Stundenlange Parkplatzsuchen und unzählige Runden durch das Grätzel sind die Folge – eine Anrainerin zieht nun die Reißleine, lässt ihren Wagen komplett stehen.

Begrünung "einziges Hundeklo, das erbärmlich stinkt"

Leserin Marion ist Anrainerin und Autofahrerin, für sie ist die Lage vor Ort definitiv nicht mehr verkehrsfit – zumindest, wenn es um den Verkehr auf vier Rädern geht: Von der Öko-Offensive bliebe heute "eine Schottergartenwüste mit ein paar Bäumen und zig Parkplätzen weniger" übrig.

Gegenüber "Heute" holt die Wienerin weiter aus: "Es ist und bleibt ein einziges Hundeklo, das im Sommer erbärmlich stinkt. Wir fahren nicht mehr weg, weil wir keinen Parkplatz mehr finden."

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