230-Kilo-Patient: Kasse zahlt 2.184-Euro-Rechnung

Wende im Fall um einen schwergewichtigen Patienten, der eine dicke Rechnung bekam: Die NÖ Gebietskrankenkasse übernahm jetzt die Kosten für den Transport mit dem Spezial-Lkw.

„Da dieser Transport mit einem Spezialfahrzeug, welches die Krankenkasse nicht bezahlt, durchgeführt wurde, dürfen wir Ihnen nun diese Kosten (2.184,70 €) privat in Rechnung stellen." So hieß es in der Rechnung des Samariterbundes, nachdem der 230 Kilo-Mann aus dem Bezirk Gänserndorf am 29. September wegen eines Darmverschlusses die Rettung gerufen hatte („Heute" berichtete).

Wegen seiner Körperfülle wurde der Patient (45) mit einem Spezialtransporter ins Krankenhaus gefahren.

„Ich kann doch nicht dafür bestraft werden, dass ich an einer Essstörung leide", so der Notstandshilfebezieher, er legte Beschwerde ein. Erfolgreich!

„Mit unserem Vertrag mit den Rettungsorganisationen ist dieser Transport abgedeckt", heißt es auf "Heute"-Anfrage von der NÖGKK. Auch künftige Transporte mit Schwergewichtigen würden bezahlt werden.

Markus Wieninger vom Arbeiter-Samariterbund St. Pölten-St. Georgen, wo der Spezial-Lkw stationiert ist: „Das ist mir neu. Für diesen Transport wurde eine Lösung gefunden." Der Arbeiter-Samariterbund St. Pölten-St. Georgen ist spezialisiert auf Sekundär-Überstellungen. Heute habe er aber etwa einen Transport für einen schweren Patienten aus der Türkei, vom Flughafen Schwechat ins Spital nach Hollabrunn. Wer dafür die Kosten trägt? Unklar. (wes)

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