Italiens Ski-Superstar Federica Brignone ist nach ihrem schweren Sturz zurück auf dem Trainingshang.
Ende März hatte die 35-Jährige in Sun Valley noch über ihre zweite große Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg gejubelt. Nur wenige Tage später, am 3. April, folgte der Schock: Bei den italienischen Riesentorlauf-Meisterschaften im Fassatal stürzte Brignone schwer, ihre Karriere stand plötzlich auf der Kippe.
Nach einer CT-Untersuchung im Krankenhaus von Trient wurden mehrere Brüche des Schienbein- und Wadenbeinkopfes im linken Bein diagnostiziert, zudem erlitt die Rossignol-Pilotin einen Kreuzbandriss. Mehrere Operationen waren notwendig, eine lange Reha folgte.
Erst 237 Tage nach dem Unfall stand Brignone im November erstmals wieder auf Skiern – damals noch ohne echtes Training. Nun konnte sie in Courmayeur erstmals wieder gezielt trainieren. Und die Eindrücke machen Mut: Die Italienerin zeigte bereits erstaunlich starke Fahrten.
Wann Brignone ihr Comeback im Weltcup feiert, ist allerdings noch offen. Auch die Frage, ob sie rechtzeitig für ihr großes Ziel – die Olympischen Heimspiele in Mailand/Cortina – fit wird, bleibt vorerst unbeantwortet. In italienischen Medien wird jedoch bereits über einen Start beim Riesentorlauf am Kronplatz am 20. Jänner spekuliert.