Kurz vor Weihnachten bekamen die Wienerinnen und Wiener von der rot-pinken Stadtregierung wieder die Möglichkeit, sich Gastro-Gutscheine zu sichern. Wer im stationären Handel einkaufte, hatte die Möglichkeit bekommen, die Rechnung auf einer Seite der Wiener Wirtschaftskammer einzureichen und dafür einen Gastrogutschein von bis zu 100 Euro zu erhalten.
Wie nun eine Auswertung zeigt, hat sich der Erfolg des Projektes in Grenzen gehalten. Eigentlich hatte die Wiener Stadtregierung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer vier Millionen Euro für die Gutscheine locker gemacht, es wurden jedoch nur 1,5 Millionen Euro verbraucht.
Das ist darauf zurückzuführen, dass der Andrang auf die Gutscheine deutlich geringer ausfiel als erwartet. Nur 24.800 Personen bekamen demnach einen Gutschein zugeschickt. Beantragt hatten 28.000 Wienerinnen und Wiener das Weihnachtszuckerl. Jedoch hatten mehr als 3.000 Personen Rechnungen von nicht Wiener Geschäften oder Geschäften, die nicht vom Lockdown betroffen waren eingeschickt und damit eine entscheidende Bedingung nicht erfüllt.
Die Wirtschaftskammer, die nun versucht alle Gutscheine in den kommenden zwei Wochen zu verschicken, hatte mit einem erheblich größeren Andrang gerechnet. So hatte man zwischenzeitlich sogar befürchtet, dass das Budget von vier Millionen nicht reichen würde.
Was nun mit dem übrigen Geld passiert, ist noch unklar. "Über die Verwendung des restlichen Geldes laufen derzeit Gespräche“, so ein Sprecher der Kammer schriftlich auf Anfrage von Radio Wien.