Am Freitagvormittag beschäftigte ein 41-jähriger Raser die bayerische Polizei. Laut einem Bericht von "Einsatz-Report24" war der Mann mit seinem grauen SUV auf der A7 von Füssen in Fahrtrichtung Kempten unterwegs.
Dabei soll er mehrfach rechts überholt haben, weshalb gegen 10.35 Uhr eine Streife der Grenzpolizeiinspektion Pfronten auf ihn aufmerksam wurde. Beim Autobahnkreuz Kempten signalisierten die Beamten dem Pkw-Lenker anzuhalten.
Der 41-Jährige wollte der Aufforderung jedoch nicht nachkommen und drückte aufs Gaspedal. Er wechselte von der A7 auf die B12 und setzte seine Fahrt in Richtung Kaufbeuren fort. Auf der B12 führte der Flüchtige mehrere Überholmanöver durch – trotz Gegenverkehrs.
Andere Verkehrsteilnehmer mussten stark bremsen, um einen Crash zu vermeiden. Teilweise sei der Mann mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h über die B12 gebrettert. Dort sind lediglich 100 km/h erlaubt.
In weiterer Folge hatte die Polizei mehrere Streifen zusammengezogen, um den Fahrer zu stoppen. Auch ein Hubschrauber befand sich im Einsatz. Erst im Bereich der Anschlussstelle Kaufbeuren kam der SUV durch einen Stau zum Stillstand.
Seitens der Staatsanwaltschaft Kempten wurde Beschlagnahme des Fahrzeugs und des Führerscheins angeordnet. Unklar ist, warum der Deutsche vor der Polizei flüchtete. Gegen ihn wird wegen verbotenem Kraftfahrzeugrennen und Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Hierzu bittet die Verkehrspolizeiinspektion Kempten unter der Telefonnummer 0831 99092050 um Hinweise von Zeugen und Geschädigten.