Die Skisprung-Saison endete mit einer "Flugshow" in Planica. Sieger Ryoyu Kobayashi (Jp) verpasste den Weltrekord knapp, Österreichs Adler stürzten ab.
Aus, Schluss, vorbei! Nach vier Monaten und einer Woche endete am Sonntag die Skisprung-Saison 2018/19. Insgesamt 28 Einzel-Bewerbe gingen über die Bühne. Knapp die Hälfte davon, nämlich 13, gewann der Japaner Ryoyu Kobayashi. Auch den letzten.
Der Shooting-Star krönte seinen famosen Winter beim Skifliegen in Planica – und kratzte sogar am Weiten-Weltrekord. Kobayashi segelte auf der Monster-Schanze in Slowenien auf 252 Meter. Nie zuvor lag ein Japaner besser in der Luft. Den Allzeit-Bestwert von Stefan Kraft verfehlte er lediglich um 90 Zentimeter.
Bereits länger stand Kobayashi als Sieger im Gesamtweltcup fest. 2.085 Punkte eroberte der 22-Jährige.
Rang zwei belegte am Ende Stefan Kraft mit 1.349 Zählern. Beim finalen Skifliegen kam er über Rang 17 (!) jedoch nicht hinaus. "Auch wenn ich mir das Saisonende anders erhofft hätte, war das doch meine zweitschönste Saison überhaupt", zog der ÖSV-Adler zufrieden Bilanz. "Vor allem die Heim-WM. Es war ein Riesenziel, dass ich dort eine Medaille mache. Mit drei Medaillen bin ich überglücklich. Außerdem bin ich jetzt schon das sechste Jahr unter den Top-Ten im Gesamtweltcup und das dritte Mal am Stockerl."
Hinter Kraft klafft im Weltcup jedoch eine große Lücke. Zweitbester Österreicher war in dieser Saison Daniel Huber als Gesamt-16. Philipp Aschenwald sprang auf den 26. Platz.
Weltcup-Finale in Planica
1. Ryoyu Kobayashi (Jp) 464,9 Punkte
2. Domen Prevc (Slo) 444,0
3. Markus Eisenbichler (D) 442,5
4. Piotr Zyla (Pol) 438,6
5. Timi Zajc (Slo) 425,4
6. Dawid Kubacki (Pol) 424,8
7. Karl Geiger (D) 422,8
8. Johann Andre Forfang (Nor) 416,2
9. Anze Semenic (Slo) 413,8
10. Jewgenij Klimow (Rus) 411,7
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17. Stefan Kraft 395,3
18. Michael Hayböck 384,6
21. Daniel Huber 370,8
23. Philipp Aschenwald 366,4
30. Manuel Fettner 309,8
Gesamtweltcup, Endstand
1. Ryoyu Kobayashi (Jp) 2.085 Punkte
2. Stefan Kraft 1.349
3. Kamil Stoch (Pol) 1.288
4. Piotr Zyla (Pol) 1.131
5. Dawid Kubacki (Pol) 988
6. Robert Johansson (Nor) 974
7. Markus Eisenbichler (D) 937
8. Johann Andre Forfang (Nor) 892
9. Timi Zajc (Slo) 833
10. Karl Geiger (D) 765
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16. Daniel Huber 413
26. Philipp Aschenwald 247
27. Michael Hayböck 228
(ee)