Hunderte Österreicher mussten wegen Impfung ins Spital

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SymbolbildTobias Steinmaurer / picturedesk.com
Während bei 46.000 aktiven Corona-Fällen über 2.200 im Krankenhaus sind, mussten nur 256 von 1,6 Mio. geimpften wegen Nebenwirkungen ins Spital.

Eine Schlagzeile sorgt für Schrecken – doch wer etwa aus Angst vor Blutgerinnseln nicht zur Impfung geht, erhöht dadurch das Risiko von Blutgerinnseln erheblich. Denn dieses ist bei einer Erkrankung mit dem Coronavirus um ein vielfaches höher als bei der Impfung.

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Auch andere Risiken überwiegen bei einer Corona-Erkrankung erheblich. Am Donnerstag gibt es in Österreich rund 46.000 aktive Fälle, von diesen befinden sich 2.200 in Spitalsbehandlung, fast 600 sogar auf der Intensivstation. Weitaus bessere Zahlen gibt es da bei den Impf-Nebenwirkungen.

256 von 1,6 Mio.

Während aktuell fast fünf Prozent der Corona-Infizierten ins Krankenhaus müssen (obwohl ein beträchtlicher Teil der Altersgruppe über 65 bereits geimpft ist), beträgt der Anteil an Impf-Nebenwirkungen 0,016 Prozent. Bei aktuell 2,26 Millionen Stichen und 1,6 Millionen Geimpften mussten 256 Personen wegen Nebenwirkungen ins Spital.

Diese Zahlen gehen einem Bericht des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) hervor. Davon entfallen 114 Fälle auf Biontech/Pfizer, 124 Fälle auf AstraZeneca (obwohl weniger als halb so oft verabreicht) und 18 Fälle auf Moderna. 63 dieser Nebenwirkungen waren lebensbedrohend, davon 33 bei Biontech/Pfizer, 26 bei AstraZeneca und vier bei Moderna.

Bisher ein Todesfall

Der AstraZeneca-Impfstoff kann in seltenen Fällen zu einer Störung bei den weißen Blutplättchen führen, wodurch es zu einer Thrombosekommen kann. Bisher gibt es acht solcher vermuteten Fälle und somit sogar weniger, als statistisch ohne Impfung auftreten hätten sollen. Dazu zählt allerdings auch jener Tod einer 49-jährigen Pflegerin aus Zwettl. Weitere Todesfälle gibt es nicht.

Darüber hinaus gab es 67 Todesfälle mit zeitlicher Nähe zur Teilimmunisierung, die Obduktion konnte bisher allerdings kein Mal einen Zusammenhang herstellen. Leichte bis moderate Nebenwirkungen gab es bei 2,26 Millionen Impfungen 19.019 Mal, dazu zählen Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Fieber. Diese stellen in den allermeisten Fällen aber eine sogar gewünschte Reaktion des Immunsystems dar.

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