König Charles sorgt für eine historische Premiere. Der britische König wird am kommenden Donnerstag seine privaten Steuererklärungen für die Jahre 2024 und 2025 veröffentlichen.
Damit bricht der 77-Jährige mit einer langen königlichen Tradition. Denn als Monarch ist Charles eigentlich von der Einkommen- und Erbschaftsteuer befreit - er zahlt diese Abgaben aber freiwillig auf seine privaten Einkünfte.
Wie die BBC berichtet, sollen neben den Steuern auf sein Einkommen auch Einnahmen aus Immobilien, Investitionen und seinen Palästen in Sandringham und Balmoral offengelegt werden.
Erstmals werden auch die Erträge aus dem Herzogtum Lancaster einsehbar sein. Diese Ländereien und Immobilien sind die finanzielle Hauptstütze des Königs und brachten zuletzt rund 27 Millionen Euro ein.
Laut einer Stellungnahme des Buckingham-Palastes soll der Schritt "zu mehr Transparenz" beitragen und "ein breiteres Verständnis für unsere Rechenschaftspflicht fördern".
Die Entscheidung des Königs kommt zu einem brisanten Zeitpunkt. In Großbritannien wächst die Kritik an den königlichen Ausgaben, insbesondere nach den jüngsten Schlagzeilen um den in Ungnade gefallenen Prinzen Andrew.
Ein Bericht des nationalen Rechnungsprüfungsamtes hatte kürzlich aufgedeckt, dass Charles die Mieten für Andrews Töchter in königlichen Palästen aus eigener Tasche bezahlte.