Am Dienstag präsentierte Bürgermeister Michael Ludwig das Unterstützungspaket gegen die explodierenden Energiepreise. Bezugsberechtigt für den "Energiebonus ’22" sind in Wien Hauptgemeldete mit einem Jahresbruttoeinkommen von maximal 40.000 Euro. Bei Einpersonenhaushalten entspricht das einem Bruttomonatsgehalt von 2.835 Euro (inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) oder 100.00 Euro Gesamtjahreseinkommen bei Mehrpersonenhaushalten.
Im Arbeiterviertel rund um den Keplerplatz lässt die Einmalzahlung Betroffene kalt. "Aufs Jahr gerechnet ist das alles ein Tropfen am heißen Stein. Wir haben weniger Kaufkraft, daran ändern die 200 Euro auch nichts. Mit Zuckerln alleine wird es nicht gehen, es braucht Deckelungen", meint Roland (Video oben).
"Allein für Treibstoff, das ist doch nur das Doppelte von einem einzigen Tank", rechnet der 61-Jährige nach.
Jungmama Anna (35) freut sich über jeden Cent: "Es ist besser als nichts, aber ich finde es zu wenig. Man muss selber schauen, wo etwas billig ist. Ich habe mir gerade die Haare für 15 Euro schneiden lassen, weil ich mir einen teuren Frisörbesuch nicht mehr leisten kann."
Pensionistin Theresa (72) ist anderer Meinung: "Man sollte lieber gegensteuern, dass alles nicht so teuer wird. Diese ganzen Gutscheine sind nur Augenauswischerei, damit man die Bevölkerung ein bisschen beruhigt."