3.000 Euro Gage für gefälschte Mails gegen Kurz

Ermittlungen zeigen: Jenes angeblich aus der ÖVP-Zentrale kommende Mail, wonach Parteichef Sebastian Kurz schon länger über "Ibiza" Bescheid gewusst haben soll, wurde frei erfunden.
"Wir haben mehrstündiges Videomaterial. Strache und Gudenus. Wir brauchen aber eine perfekte Strategie dazu." – Dieses im Juli aufgetauchte E-Mail, das Ex-Kanzleramtsminister Gernot Blümel seinem Parteichef Sebastian Kurz zugeschickt haben soll, ist offenbar ein Fake.

Das berichtet das "Ö1-Morgenjournal" unter Berufung auf "mehrere Quellen". Demnach soll das Mail von einem jungen Oberösterreicher frei erfunden worden sein.

Dafür gebe es Indizien. Etwa, dass der junge Mann behauptet, die E-Mail bei der ÖVP-nahen Agentur zur Modernisierung der Ukraine in der Wiener City abgegriffen zu haben, obwohl die Agentur zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr dort angesiedelt war.

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Außerdem soll der spielsüchtige Mann im Internet recherchier haben, dass Blümel im Februar 2019 in Brüssel war – das Fake-Mail sollte so plausibler wirken.

Dem Oberösterreicher droht nun eine Anlage wegen Betrugs – auch von "EU-Infothek"-Chef Gert Schmidt. Der hatte die Mails in Umlauf gebracht und dem Mann 3.000 Euro Vorauszahlung für weitere Videos und Mails bezahlt, diese aber nie erhalten.

Die ÖVP, die stets die Echtheit der Mails bestritten hatte, sieht sich indes bestätigt.

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