Die Wiener Austria ist österreichischer Cup-Sieger! Zum 27. Mal insgesamt und zum vierten Mal in Folge wandert der Pokal nach Favoriten - Rekord. Allerdings mussten die Veilchen beim 3:1 n.V.-(1:1, 0:0)-Erfolg über Erstligist Admira lange kämpfen. Erst zwei Tore von Regisseur Milenko Acimovic in der Verlängerung brachten die späte Entscheidung.
Vorweg: Einen Fußballleckerbissen bekamen die 10.200 Zuschauer im Mattersburger Pappelstadion von den Akteuren nicht serviert. Im Gegenteil: Haarsträubende Abspielfehler und andere technische Unzulänglichkeiten sorgten für wiederholtes Kopfschütteln - auch bei Teamchef Didi Constantini.
Erst das 1:0 der Austria (Okotie, 59.) brachte etwas Schwung in die Partie. Die Admira riskierte mehr - und wurde belohnt. Laschet nützte einen Abstauber zum 1:1 (72.). Dann drängten plötzlich die Südstädter, wollten die Führung, doch die Austria rettete sich in die Verlängerung.
Und dort spielte Milenko Acimovic groß auf. In Minute 94 und in Minute 100 bezwang er Admira-Keeper Mandl - die Entscheidung. Die Austria war zum 27. Mal Cup-Sieger und spielt nächste Saison in der neuen Europa-Liga. Dadurch behält auch Coach Karl Daxbacher automatisch seinen Job. Das ist jetzt sicher, bestätigte Austria-Manager Markus Kraetschmer, der den Vater des Siegers kannte: Milenko Acimovic hat wieder einmal den Unterschied ausgemacht. Der sagte: Das waren vielleicht meine zwei wichtigsten Tore für die Austria. Eines schoss allerdings auch Rubin Okotie. Wir haben gewusst, dass die Admira die Räume sehr eng macht und es ein Geduldsspiel wird. Aber Gott sei Dank haben wir den Cup geholt, jubelte der ÖFB-Teamstürmer.
Bei der Admira war man nach der Final-Niederlage gefasst. Wir haben das Spiel offen gehalten, letztendlich hat sich aber die größere Klasse durchgesetzt, meinte Coach Walter Schachner.