Mit einem Gewalt-Akt in den letzten zehn Minuten drehte Rapid in Altach einen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Sieg um. In einer hitzigen Partie ging zunächst der Aufsteiger durch Roth in Führung. In der Schlussphase erlösten Beric mit einem Doppelpack und Schobesberger Rapid und fuhren drei wichtige Punkt ein.
Knapp 8.000 Fans hatten den Weg in die Cashpoint Arena gefunden. Bei traumhaftem Wetter war alles angerichtet für ein wahres Fußballfest im Ländle. Es entwickelte sich gleich eine heiße Anfangsphase.
Gleich zu Beginn hatte Rapid die ersten Halb-Chancen durch zwei Freistoß-Flanken von Hofmann. Auch Altach zeigte sich früh in der Offensive. Mahop und Aigner scheiterten mit ihren Schüssen nur knapp. Es ging munter hin und her: Roth versuchte es per Kopf, auf der anderen Seite ging ein abgefälschter Kainz-Schuss nur knapp daneben.
Beric trifft Latte, Roth ins Tor
In der 11. Minute verhinderte bereits zum 16. Mal in der Saison das Aluminium einen Rapid-Treffer. Nach einer Schobesberger-Flanke kam Beric über Umwege zum Kopfball, setzte die Kugel aber nur an die Latte.
In der 25. Spielminute schockte Altach die Grün-Weißen. Nach einem weiten Out-Einwurf schlief die Rapid-Defensive komplett und vergaß auf den heranstürmenden Roth, der wuchtig zum 1:0 einköpfte. Altach nahm Rapids Angriffsabteilung komplett aus dem Spiel und lauerte auf Konter. Die beste Chance vergab Lienhart kurz vor der Pause, der nur das Außennetz traf.
Altach hält dagegen
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Rapid gleich die riesige Ausgleichsmöglichkeit. Wie auch schon in Hälfte eins scheiterte Robert Beric am Aluminium. Der Slowene schaffte es nicht eine scharfe Flanke von Schobesberger im Tor unterzubringen. Bis auf diese Szene ließ Altach aber nahezu keine Chancen zu.
Rapid wirkte im Aufbauspiel ideenlos und war immer wieder mit der Aggressivität der Hausherren überfordert. Bezeichnend auch, dass Altach-Goalie Kobras erst in Minute 71 den ersten Schuss auf sein Tor halten musste. Eine Minute später hatte Maximilian Hofmann Glück, dass er nicht nach einem Kung-Fu-Kick vorzeitig unter die Dusche musste.
Wende in der Rapid-Viertelstunde
In der 79. Minute erlöste Robert Beric die Wiener allerdings. Der Slowene pflückte sich eine Pavelic-Flanke herunter und traf per Seitfallzieher zum Ausgleich für Grün-Weiß. Mit dem Ausgleich ging noch einmal ein Ruck durch die Rapid-Mannschaft. Ein Abseits-Tor von Beric wurde korrekterweise nicht anerkannt.
In der 87. Minute war es abermals Beric, der die Rapid-Fans in Ekstase versetzte. Altach-Keeper Kobras patzte nach einem scharfen Schuss des eingewechselten Alar schwer, Beric musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Den endgültigen K.o.-Schlag versetzte Schobesberger den Altachern mit seinem Solo zum 3:1 für Rapid.
Die Grün-Weißen machen damit einen riesigen Schritt in Richtung-Quali. Sturm ist vier, Altach fünf Punkte hinter Rapid.
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