Die Preise an den Zapfsäulen steigen weiter – und sorgen für Frust bei Autofahrern. Diesel kostet mittlerweile über zwei Euro pro Liter, Benzin liegt nur knapp darunter. Experten warnen bereits: Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, könnten bald sogar drei Euro möglich sein.

Hintergrund ist die angespannte Lage am Weltmarkt. Die Ölpreise liegen aktuell rund 50 Prozent höher als vor dem Iran-Krieg. Die Internationale Energieagentur spricht sogar von einer möglichen der schwersten Energiekrisen seit Jahrzehnten.
Ein zentraler Punkt: die Straße von Hormus. "Dort werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölbedarfs abgewickelt", erklärt Energie-Experte Johannes Benigni im Ö1-Morgenjournal. Statt bisher bis zu 17 Millionen Fass könnten aktuell aber nur mehr rund 11 Millionen exportiert werden. Auch beim Gas spitzt sich die Situation zu. Vor allem Flüssiggas fehlt – rund 20 Prozent laut Benigni. Besonders schwer wiegt zudem der Ausfall einer großen Anlage in Katar.
Für Österreich gibt es derzeit zwar keine akuten Engpässe, doch die Preise steigen. "Wir bekommen weiterhin Diesel, aber die Preise richten sich nach dem Weltmarkt", so Benigni. Europa könne sich höhere Preise leisten als andere Regionen – etwa Asien. Dort werde die Nachfrage bereits reduziert.
Auf Social Media kochen unterdessen die Emotionen hoch. Viele "Heute"-Leser zeigen sich empört über die Entwicklung.
"Es lohnt sich nicht mehr zu arbeiten, dann kündige ich und lebe vom Staat", schreibt ein User. Für ihn würde sich das Fahren zur Arbeit schlichtweg nicht mehr auszahlen.
Ein anderer kritisiert: "Der Rohölpreis ist derzeit auf dem Niveau von 2012, damals lag der Spritpreis bei rund 1,45 Euro. ReGIERung." Auch dieser Kommentar sorgt für Aufsehen: "Na schön brav arbeiten, kein Lohn erhöhen, Mieten werden teurer – einfach nichts sagen wie die Lämmer."
Wie lange die Situation anhält, ist derzeit völlig offen. "Es ist nicht mehr die Frage, wann die Straße von Hormus wieder aufmacht – sondern ob überhaupt noch etwas exportiert werden kann", warnt Benigni.